| 09.02.2012, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
|
Die außerordentliche Hauptversammlung der Balda AG hat gestern die Mitglieder des Aufsichtsrates in ihren Ämtern bestätigt. Damit scheiterte der Antrag des Minderheitsaktionärs Octavian Special Master Fund L.P., New York, auf Abberufung der drei Mitglieder des Gremiums, um es komplett mit eigenen Kandidaten zu besetzen. Bei einer Präsenz von 76,9 % des Grundkapitals der Gesellschaft fanden die von Octavian gestellten Anträge auf Abberufung von Dr. Michael Naschke (Vorsitzender), Yu-Sheng Kai und Chun-Chen Chen in keinem der drei Fälle die erforderliche Zustimmung von mehr als 50 % der abgegebenen Stimmen. Die Aufsichtsratsmitglieder wurden mit deutlicher Mehrheit der abgegebenen Stimmen in ihren Ämtern bestätigt. Damit wurde die Wahl der von Octavian vorgeschlagenen Kandidaten für den Aufsichtsrat hinfällig. Der US-Investor hat eine Stimmrechtsbeteiligung von 5,22 % an der Balda AG gemeldet. Dr. Michael Naschke stellte vor den rund 300 Aktionärinnen und Aktionären in Bielefeld klar, dass der seit 1. Januar 2012 amtierende neue Vorstand mit dem Vorstandsvorsitzenden Dominik Müser an der Spitze den Auftrag bekommen habe, das operative Geschäft des Konzerns schnellstmöglich auf einen profitablen Wachstumskurs zu bringen, um Balda damit wieder dividendenfähig zu machen. Die sehr werthaltige 16-%-Beteiligung an dem Touchscreen-Hersteller TPK Holding Co., Ltd. solle ohne Hast und in Abstimmung mit der künftigen Strategie für das operative Geschäft veräußert werden. CEO Dominik Müser kündigte an, auf der ordentlichen Hauptversammlung im Mai eine Detailstrategie für Balda vorzulegen. „Ich bin sehr froh“, kommentierte Dr. Naschke, „dass der offensichtliche Versuch von Octavian, die Macht im Balda-Konzern an sich zu reißen, um die Beteiligung an TPK schnellstmöglich zu verkaufen, eine Absage erhalten hat. Das Votum der Hauptversammlung ist ein klarer Auftrag an Vorstand und Aufsichtsrat, Balda nachhaltig und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.“ Der Vorstand der Gesellschaft gab auf der Hauptversammlung bekannt, im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat eine Sonderprüfung durchführen zu lassen. Die Sonderprüfung soll sich mit der Frage beschäftigen, ob den Organen der Balda AG im Zusammenhang mit den Bemühungen zum Verkauf von Aktien aus der Beteiligung an der TPK Holding Co, Ltd. im Jahr 2011 ein Fehlverhalten vorgeworfen werden kann und ob dadurch der Gesellschaft ein Schaden entstanden ist. Die Ergebnisse der Sonderprüfung sollen auf der ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2012 vorgestellt werden. Über die Balda AG Der Balda-Konzern entwickelt und produziert komplette Baugruppen aus Kunststoff, Elektronikprodukte und Produkte für die Medizintechnik. Die Kunden von Balda sind führende Unternehmen aus den Märkten Pharma- und Medizintechnik, Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik sowie Mobilfunk. Mit Produktionsstandorten in Deutschland und Malaysia ist der Konzern international positioniert. Ein Tochterunternehmen in den USA ist im Produkt-Design und in der Produkt-Entwicklung tätig. Im Rahmen einer Beteiligung an einem führenden Produzenten von Touchscreens in China partizipiert Balda an der dynamischen Marktentwicklung berührungsempfindlicher Displays. |
Balda AG, Bad Oeynhausen
» insgesamt 81 News über "Balda" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Recycario: rLDPE-Regranulat gewinnt an Marktgewicht - Preisvorteil von LDPE-Neuware schwindet
Infinex Group: Ausbau der Führungsstruktur - Erweiterung der Geschäftsleitung
Barnes-Molding-Solutions: Bündelung der Spritzgießkompetenzen unter neuem Namen „Spectrix“
Eko-Punkt: Übernahme der Recycling Dual GmbH von Smurfit Westrock in Planung
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
Meist gelesen, 10 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Weiss Kunststoffverarbeitung: Hohe Auslastung und Investitionen im Jubiläumsjahr
Baerlocher: PFAS-freie Verarbeitungshilfen und Additivblends fürs Recycling
JSP: Schaumstoff-Spezialist ordnet Führung in Europa neu
Wittmann: Gruppe bündelt Unternehmensleitung in Doppelspitze
Meist gelesen, 30 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Meist gelesen, 90 Tage
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|