| 07.03.2012, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Hydrophile Oberflächen lassen sich mit Hilfe der Plasmatechnik schon länger herstellen, allerdings ist die Haltbarkeit dieser Schichten meist begrenzt. Mit den entsprechenden Prozessparametern gelingt es laut Unternehmen Diener jedoch, die Wirkung dauerhaft sicherzustellen. Ein Beispiel dafür seien Silizium-Wafer für die Geräte, mit denen Patienten mit Gefäßverschlusskrankheiten schon bald bequem zu Hause ihren Gerinnungsstatus messen können. Während vergleichbare Geräte auf dem Markt optische Analysen oder chemische Reaktionen nutzen, kommen hier Micro Electro Mechanical Sensors (MEMS) auf speziellen Teststreifen zum Einsatz. Diese verfügen über einen kleinen Träger, um die Viskosität mit dem Prothrombinzeit-Test zu messen. Erforderlich ist dafür nur ein kleiner Tropfen Blut.Voraussetzung für zuverlässige Messergebnisse ist, dass das Blut die MEMS-Oberfläche hinreichend benetzt – dabei aber nicht die Strukturierungen überdeckt. Der dafür notwendige Hydrophilie-Effekt sei nur mit der Plasma-Polymerisation zu erreichen, die im Niederdruck-Verfahren Schichten zwischen 15 und 30 nm abscheide. Mit chemischen Verfahren sind solche dünnen Schichten im nanoskaligen Bereich nicht realisierbar. Mit dem Verfahren werde ein Kontaktwinkel von weniger als 10 Grad erzielt – und dies auf Dauer, wie verschiedene Tests belegen. Derartig dauerhaft hydrophile Oberflächen mittels Plasma-Polymerisation unter Einleitung von organischen Precursoren werden mit Anlagen von Diener Electronic auch auf Silikon-Hydrogel-Kontaktlinsen sowie auf Vliesstoffe für medizinische und hygienische Produkte abgeschieden. Der Vorteil bei den Kontaktlinsen, die an sich aus relativ hyrophobem Material bestehen: Sie sind nach der Hydrophilierung besser benetzbar und lassen sich daher länger verwenden. Speziell für die effiziente Oberflächenbehandlung von Vliesstoffen werden auch Rolle-zu-Rolle-Plasma-Anlagen angeboten. Weitere Informationen: www.plasma.de, www.www.medteceurope.com MEDTEC Europe 2012, 13.-15.3.2012, Stuttgart, Zone Medical Plastics, Stand 6323 |
Diener Electronic GmbH & Co. KG, Ebhausen
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