| 19.03.2015, 15:31 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() ![]() Auf dem VDI-Kongress „Kunststoffe im Automobilbau“ diskutierten Experten das Fahrzeuginterieur der Zukunft - (Bild: VDI Wissensforum GmbH). „Besonders im Vordergrund stehen derzeit Fragen zur Gestaltung des Cockpits in Fahrzeugen für die nächste und übernächste Generation“, sagte Kongressleiter Prof. Rudolf Stauber. „Hintergrund ist eine zunehmende Vernetzung der Kraftfahrzeugtechnik mit der modernen Informationswelt.“ Stauber ist davon überzeugt, dass neue Anzeige-, Steuerungs- und Bediensysteme das Interieur von Fahrzeugen nachhaltig verändern werden. Bei Fahrzeugkonzepten der Zukunft würden darüber hinaus zunehmend nachwachsende Rohstoffe in Sichtbauweise bei der Gestaltung von Interieur-Verkleidungsteilen verwendet. Kunststoffe seien hier unverzichtbar für die technische Formgebung und die Langzeitformstabilität. Einsatzmöglichkeiten von Kunststoffen im Fahrzeuginterieur Dr. Guiscard Glück von BASF betonte: „Neben den hohen technischen Anforderungen, die sich im Zuge der Leichtbau-Revolution in den letzten Jahren entwickelt haben, gehören Design und Komfort mittlerweile zu wichtigen Einflussfaktoren bei der Kaufentscheidung von Fahrzeugen.“ Sehr gute optische und haptische Eigenschaften seien neben Gewichtseinsparungen, geringen Emissionen und stabilen Verarbeitungsprozessen zu wesentlichen Bestandteilen des Anforderungsprofils geworden. „Wir arbeiten daher mit Nachdruck an neuen Materialien“, so Glück. Das Stichwort anspruchsvolles Design führe zu einem weiteren wichtigen Punkt. Die unterschiedlichen Farben und Effekte sowie Oberflächenqualitäten und Strukturen müssten im Einklang mit den mechanischen Eigenschaften eines Kunststoffes stehen. „Nur wenn wir kontinuierlich beide Seiten – die der Technik und die des Designs – im Blick haben, können wir auf weitere innovative Konstruktions- und Konzeptionsmöglichkeiten für den Innenausbau setzen.“ Designmöglichkeiten des Cockpits Jörg Friedrich von Car Men unterstreicht, dass sich ein deutlicher Trend zur Modernisierung des Cockpits vor allem durch medienorientierte Details und eine zunehmende Bedeutung von Deko-Elementen abzeichne. „Die Anzahl der Deko-Elemente im Interieur nimmt zu, Deko-Flächen werden an neuen Orten eingesetzt.“ Grundsätzlich gäbe es Unterschiede zwischen den derzeitigen Premium Interieurs mit traditioneller und vertrauter Cockpit-Architektur und modernen Interieur Layouts bei Mainstream Herstellern, getrieben von einem zunehmenden Wettbewerbsdruck. „Gerade Fahrzeuge mit alternativen Antrieben folgen dieser Neuausrichtung der Interieur-Architektur durch geänderte Platzverhältnisse beim Antrieb, der größeren Bedeutung von Medien-/Klimaeinheiten und Optionen durch „Autonomes Fahren“. Lösungen der Cockpitgestaltung „Die Cockpitgestaltung der Zukunft zeigt Innovationen, die das vernetzte Fahrzeug in den Vordergrund stellen“, erklärte Jürgen Gugg von der BMW Group. Er führte weiter aus, dass Innovationen neue Möglichkeiten aber auch Herausforderungen in der Cockpitkonzeption und -gestaltung bedeuten. Es würden Werkstoffe benötigt, die die Darstellbarkeit unter anderem im Fertigungsprozess aber auch die Funktionstauglichkeit im Alltag beim Kunden beispielsweise im Hinblick auf Langzeitstabilität und Kratzfestigkeit sicherstellen. „Mit dem sich ändernden Wertewandel in der Gesellschaft rückt damit für die Automobilhersteller ein verantwortungsvoller und effizienter Umgang mit den begrenzten Ressourcen noch stärker in den Fokus bei zukünftigen Entwicklungen“, so Gugg. „Im Bereich Interieur kommen deshalb vermehrt auch Recyclate/Regranulate zum Einsatz, mit dem Ziel einer nachhaltigen Ressourcenschonung und einem positiven CO2-Footprint.“ Weitere Informationen: www.kunststoffe-im-auto.de Kongress „Kunststoffe im Automobilbau“, 18.-19. März 2015, Mannheim |
VDI Wissensforum GmbH, Düsseldorf
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