| 19.12.2017, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Eineinhalb Jahre nach dem Brexit-Referendum und nach monatelangen Verhandlungen gaben Theresa May und Jean-Claude Juncker bekannt, dass "genügend Fortschritte" gemacht wurden, um den Beginn der nächsten Phase zu ermöglichen: die Gespräche über die künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen haben die European Plastics Converters Association (EuPC) und die British Plastics Federation (BPF) ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet, in dem die Notwendigkeit betont wird, ein tief greifendes und umfassendes Abkommen zu entwickeln, das den Zoll beseitigt und mögliche nichttarifäre Hemmnisse minimiert. "Im Interesse der europäischen Kunststoff verarbeitenden Industrie fordern wir die Europäische Kommission und die britische Regierung auf, Störungen des derzeitigen Handels mit Kunststoffen und Kunststofferzeugnissen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU zu vermeiden, insbesondere in der zweiten Phase der Verhandlungen über mögliche sektorale Handelsfragen", fordern Alexandre Dangis, EuPC-Geschäftsführer und Philip Law, BPF-Generaldirektor. "Kunststoff" ist ein internationales Geschäft und Großbritannien ist der wichtigste Handelspartner der EU für hergestellte Kunststoffartikel. Im Jahr 2016 exportierte die EU Waren mit einem Handelswert von über 6,6 Mrd. € nach Großbritannien. Das Gleiche gilt umgekehrt: 2016 beliefen sich die EU-internen Ausfuhren von Großbritannien auf über 4,5 Mrd. €, was 68 % der gesamten Kunststoffausfuhren Großbritanniens entspricht. Hinzu kommt, dass sich EU-Unternehmen aus anderen Mitgliedstaaten in erheblichem Umfang an britischen Kunststoffunternehmen beteiligen und umgekehrt. Darüber hinaus könnten Beschränkungen der Freizügigkeit der Arbeitskräfte den bereits bestehenden Mangel an qualifiziertem Personal, mit dem die Kunststoff verarbeitende Industrie in Europa konfrontiert ist, noch verschärfen, und rechtliche Unterschiede in der stark regulierten Kunststoffindustrie könnten zu großen Hindernissen für den internationalen Handel und Investitionen werden. Das Vorzeigeprogramm der EU zur Schaffung einer Kreislaufwirtschaft könne nur in Verbindung mit Großbritannien als Partner der EU angegangen werden. Zu den Hauptrisiken eines harten Brexit gehören die Erhebung von Zöllen und andere nichttarifäre Hemmnisse wie regulatorische Hemmnisse oder Zollkontrollen. Jede dieser Barrieren hätte negative Auswirkungen auf die hochintegrierte kunststoffverarbeitende Industrie. Daher sollte aus Sicht von EuPC und BOF ein befristetes oder dauerhaftes Abkommen enthalten sein:
Weitere Informationen: www.plasticsconverters.eu |
EuPC European Plastics Converters, Brüssel, Belgien
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