| 16.01.2019, 08:07 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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In vielen Anwendungen stellt der Einsatz von Sekundärkunststoffen heute aus technischer Sicht kein Problem mehr dar. Als Hemmnisse erweisen sich vielmehr eine stabile Versorgung mit Rezyklaten, verlässliche Qualitätsnachweise und ein Bewusstsein für die Einsatzmöglichkeiten von Sekundärkunststoffen. Zusammen mit dem Wuppertal Institut und fünf weiteren internationalen Projektpartnern setzt das SKZ an dieser Problemstellung an. Gemeinsam sollen digitale Lösungen entwickelt werden, um den Wiedereinsatz von Sekundärkunststoffen zu erhöhen. Im Rahmen des Projekts Di-Plast soll eine Wertschöpfungsstufen übergreifende Systemlösung erarbeitet werden, die auf prozessbeobachtender Sensor- und Messtechnik sowie Data-Analytics- und Value-Stream-Management-Methoden basiert. Das im Oktober 2018 gestartete Projekt hat eine Laufzeit von dreieinhalb Jahren und wird durch das Interreg-Programm der EU gefördert. Zum Projektende soll ein digitales Toolkit einsatzfähig sein, das mehr Transparenz bei Verfügbarkeiten, Qualitäten und Verarbeitungsoptionen anfallender Kunststoffabfälle und Rezyklate schafft. SKZ Projektbetreuer Dr. Hermann Achenbach erklärt die detaillierte Zielsetzung: „Eine breite industrielle Anwendung des Toolkits, welches so zu einem größeren und stabileren Markt für Sekundärkunststoffe beitragen kann, ist das Ziel des Projekts. Als zweite zentrale Säule beinhaltet das Projekt daher ein umfangreiches Paket zum Wissenstransfer in die Industrie. Kunststoffverarbeiter und Rezyklierer können bei Pilotanwendungen mitwirken und erhalten intensive Schulungen zur Anwendung des Toolkits. Für Letztere wird die Attraktivität durch eine Unternehmensförderung seitens des Interreg-Programms gesteigert. Bis zu 90 Unternehmen können auf diesem Weg bei der Implementierung des Toolkits finanziell unterstützt werden.“ Weitere Informationen: www.skz.de |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
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