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22.05.2019, 08:10 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten Optionen:       

"Bio-based Material of the Year 2019": Gewinner ausgezeichnet

Gewinner der "Bio-based Material of the Year 2019", v.l.n.r.: Guido Müller, Michael Carus, nova-Institut, Sebastian Meyer, Golden Compound, 3. Platz; Jaydeep Mandal, Aakar Innovations, 1. Platz; Juha Salmela, Spinnova, 2. Platz; Dr. Martin Lindmeyer, InfraServ Knapsack (DE), award sponsor - (Bild: nova / PvP).
Gewinner der "Bio-based Material of the Year 2019", v.l.n.r.: Guido Müller, Michael Carus, nova-Institut, Sebastian Meyer, Golden Compound, 3. Platz; Jaydeep Mandal, Aakar Innovations, 1. Platz; Juha Salmela, Spinnova, 2. Platz; Dr. Martin Lindmeyer, InfraServ Knapsack (DE), award sponsor - (Bild: nova / PvP).
Kompostierbare Damenbinden aus Indien, nachhaltige Textilfasern aus Finnland und heimkompostierbare Kaffeekapseln aus Deutschland sind die Gewinner des Innovationspreises "Bio-based Material of the Year 2019". Der Preis für bio-basierte Produkte, der von InfraServ Knapsack gesponsert und vom nova-Institut organisiert wurde, wurde bereits zum 12. Mal vergeben (siehe auch plasticker-News vom 08.02.2019).

Die drei Preisträger wurden nach einer 10-minütigen Präsentation der sechs nominierten Unternehmen vom Fachpublikum auf der "12th International Conference on Bio-based Materials" gewählt. Die sechs Nominierten wurden zuvor aus insgesamt 21 Einreichungen von einer Jury ausgewählt.

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Platz 1: Aakar Innovations Pvt. Ltd. (IN): Anandi Eco+ - 100 Prozent kompostierbare Damenbinde
Anandi Eco+ ist die erste zu 100 Prozent kompostierbare Damenbinde, die von einem staatlichen Labor zertifiziert wurde. Bei Kompostierung wird die Binde innerhalb von 180 Tagen zu mindestens 90 Prozent biologisch abgebaut. In anderen natürlichen Umgebungen dauert der Vorgang entsprechend länger. Aakars Damenhygieneprodukt sollen problemlos auf dem Komposthaufen oder mit den Gartenabfällen entsorgt werden können, ohne die Umwelt zu belasten. Gleichzeitig werde Bio-Dünger für die Landwirtschaft erzeugt. Um Kosten zu senken, verwendet Aakar für die Herstellung ihrer Produkte lokale Ressourcen und landwirtschaftliche Pflanzenabfälle wie beispielsweise Stärke, Jute, Bagasse, Bananenfasern und Wasserhyazinthe. Die dezentrale Produktion erfolgt durch Frauen in Indien und bald auch in verschiedenen afrikanischen Ländern auf Basis regionaler Rohstoffe.
Weitere Informationen: www.aakarinnovations.com

Platz 2: Spinnova Oy (FI): Spinnova – Nachhaltige Textilfasern
Spinnova ist ein finnisches Unternehmen für nachhaltige Faserprodukte, das eine Technologie zur Herstellung von zellulosebasierten Textilfasern entwickelt hat. Die patentierte Technologie von Spinnova verzichtet den Angaben zufolge auf Chemikalien und erzeugt keine Abfälle oder andere Nebenströme. Der größte Unterschied zu anderen synthetischen Zellulosefasern bestehe darin, dass bei diesem Prozess keine chemische Auflösung stattfinde. Spinnovas Rohstoffselbstverpflichtung besagt, nur FSC-zertifiziertes Holz oder Zellulose zu verwenden, die aus Abfallströmen gewonnen wurde. Ziel von Spinnova sei es, ihre Faserprodukte in Zusammenarbeit mit führenden Textilmarken zu vermarkten. Die Eigenschaften und Preise der neuen Zellulosefasern orientieren sich an Baumwolle.
Weitere Informationen: www.spinnova.com

Platz 3: Golden Compound GmbH (DE): HOMEcap – Heimkompostierbare Kaffeekapseln
"HOMEcap" gilt als die weltweit erste und einzige kompostierbare Kaffeekapseln für den privaten Sektor die nach "OK Kompost HOME" zertifiziert ist. Die Kapseln werden aus Naturfasern hergestellt, die aus Sonnenblumenkernhüllen gewonnen werden. Durch den biologischen Abbau im privaten Kompost sollen sich Abfallströme vermeiden lassen. Die Kapsel wurde im Frühjahr diesen Jahres am Markt eingeführt. Die HOMEcap wird aus einer Zusammensetzung von PTTMCCs PBS und PBSA hergestellt, die mit Sonnenblumenkernschalen und anorganischen Füllstoffen vermischt wird. Der mitgelieferte Deckel der Kaffeekapsel besteht aus Papier und Zellulose und verschließt die Kapsel ohne zusätzlichen Klebstoff. Auch der Deckel ist selbst kompostierbar. Durch die Zusammensetzung des Materials ergebe sich eine sehr geringe Sauerstoffdurchlässigkeit, wodurch zusätzliche Verpackungsmaterialien entfallen und somit Abfall eingespart werden könne. Eine Nachhaltigkeitsbewertung nach VDI 4605 habe ergeben, dass die Kapsel nach dem aktuellen Stand der Technik die tiefgezogenen PP EVOH Mehrschicht-Kapseln in puncto Nachhaltigkeit übertrifft.
Weitere Informationen: www.golden-compound.com

Weitere Informationen: www.nova-institut.de, www.bio-based-conference.com

nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH, Hürth

  insgesamt 94 News über "nova-Institut" im News-Archiv gefunden

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