| 30.05.2022, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Mit dem neuen Büro- und Laborgebäude des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP am Standort Wildau ist auf einer Fläche von 2.700 Quadratmetern eine Anlaufstelle für nachhaltige und ganzheitliche Leichtbautechnologien entstanden. Die Baukosten betrugen 20,5 Millionen Euro. Die Gesamtfördersumme in Höhe von 19,4 Millionen Euro wurden zu 80 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und zu jeweils zehn Prozent vom Bund und dem Land Brandenburg finanziert. Am 25. Mai 2022 wurde der Neubau feierlich eingeweiht. In dem neuen Büro- und Laborgebäude werden energieeffiziente und nachhaltige Leichtbausysteme und Materialien entwickelt, die die hohen Ansprüche der Luft- und Raumfahrttechnik, der Energietechnik und dem Fahrzeugbau erfüllen. Dafür kombiniert der Forschungsbereich Polymermaterialien und Composite Pyco Material- und Ingenieurwissenschaften entlang der kompletten Wertschöpfungskette. Steffen Weber, Brandenburgs Forschungsstaatssekretär: „Recycelbare Windkrafträder oder nachhaltige Verbundstoffe für die Luft- und Raumfahrt sind nur einige Beispiele für effiziente Leichtbaustrukturen der nächsten Generation. Für die Energiewende und das notwendige Erreichen der Klimaziele ist der Leichtbau eine essenzielle Komponente. Mit dem neuen Büro- und Laborgebäude kann das Fraunhofer IAP noch effektiver, zielgerichteter und kundenorientierter an Lösungen für die Zukunft arbeiten. Und der Neubau ist auch ein starkes Signal für die Lausitz: Die Kooperation von Pyco in Wildau mit der Brandenburgischen Technischen Universität und Fraunhofer-Einrichtungen in Cottbus setzt wichtige Impulse in der Lausitz, um den Strukturwandel erfolgreich zu gestalten und den Transfer von Technologien aus der Forschung unmittelbar in die Anwendung zu überführen. Damit belegt das Fraunhofer IAP eindrucksvoll, dass Brandenburg das Land der Bioökonomie- und der Nachhaltigkeitsforschung ist.“ „Unsere regionalen und überregionalen Partner aus Industrie und Forschung profitieren von der Bündelung unserer Leichtbaukompetenzen unter einem Dach und modernster Technik in hohem Maße, denn sie erhalten ganzheitliche Systemlösungen für ihre Leichtbauanwendung aus einer Hand – von der Polymerentwicklung und -verarbeitung über neuartige Fertigungstechnologien für Hochleistungsbauteile bis hin zu zukunftsweisenden Optimierungsstrategien und Recyclingkonzepten“, erklärte Prof. Holger Seidlitz, Leiter des Forschungsbereichs Pyco. Bis 2020 waren die Pyco Arbeitsgruppen zu Synthese, Harzformulierung und Bauteilherstellung auf zwei verschiedene Standorte verteilt: dem Traditionsstandort Teltow, der zu DDR-Zeiten als Institut für Faserstoff-Forschung zur Akademie der Wissenschaften gehörte und dem Standort Wildau. Nun sind sie in Wildau unter einem Dach vereint. Das moderne Gebäude ist nicht nur mit neuester Technik ausgestattet, sondern bietet darüber hinaus zahlreichen Forschern hervorragende Bedingungen für interdisziplinäre Zusammenarbeit. Weitere Informationen: www.iap.fraunhofer.de |
Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP, Potsdam-Golm
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