| 22.05.2024, 11:05 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Materialeffizienz ist das zentrale Ziel bei der Schaffung eines neuen Materialkreislaufs für Polyurethan (PU)-Weichschaum aus gebrauchten Matratzen. Das französische Unternehmen Ecomaison hat sich dem Sammeln und Recyceln von Altmöbeln verschrieben und arbeitet seit einigen Jahren mit Covestro zusammen, um dessen chemische Recyclingtechnologie für diesen Zweck zu nutzen. Mit diesem Verfahren sollen beide ursprünglich verwendeten Rohstoffe zurückgewonnen werden können - sowohl das Polyol als auch die Vorstufe des Isocyanats TDI. Ziel der Partner ist es, die sortierten Polyurethanschäume durch die Kombination mechanischer und chemischer Technologien nach sorgfältiger Sortierung der Schaumsorten in Matratzenschneideanlagen so effizient wie möglich zu recyceln. Neben Ecomaison und Covestro sind das französische Demontageunternehmen Secondly und Federal Eco Foam, ein belgischer Spezialist für das mechanische Recycling von Weichschaumstoffen, als Partner an dem Projekt mit einer geplanten Laufzeit von maximal 24 Monaten beteiligt. Das Projekt heißt Foam Recycling Ecosystem Evolution (FREE), wird von Covestro koordiniert und von Ecomaison zur Hälfte finanziert. Für das FREE-Konsortium liege die Motivation im Mehrwert des Materials, das aus den verwendeten Schaumstoffen zurückgewonnen werden kann, und der Möglichkeit, in eine nachhaltigere Kreislaufwirtschaft einzusteigen. Die Partner wollen alle Möglichkeiten in einem zukunftsorientierten Schaumstoff-Recycling-Ökosystem ausloten und sind davon überzeugt, dass sich chemisches und mechanisches Recycling sinnvoll ergänzen werden. Als Spezialist für die Zerlegung und Sortierung ist Secondly daran interessiert, seine Sortierprozesse zu verbessern, um Recyclern eine bestimmte Schaumqualität liefern zu können. Gleichzeitig soll das Projekt eine gute Vorstellung davon liefern, wie der Markt für Schaumstoffrecycling in den kommenden Jahren aussehen könnte. Die Partner sind der Überzeugung, dass sich chemisches und mechanisches Recycling angesichts der unterschiedlichen Spezifikationen der Ausgangsmaterialien, die bereits bei der Demontage sortiert werden, gut ergänzen können. Um dem PU-Schaumstoff einen Mehrwert zu verleihen, will das Konsortium alle Möglichkeiten in einem zukunftsorientierten Ökosystem des Schaumstoffrecyclings untersuchen. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt beinhaltet die Schaumsortierung bei der Zerlegung sowie eine vergleichende Machbarkeitsstudie für zwei Recyclingverfahren für die sortierten Schaumstoffe unter Berücksichtigung der ökonomischen und ökologischen Wertschöpfung. Vor einigen Jahren haben Covestro und seine Partner ein chemisches Recyclingverfahren entwickelt, das den Angaben zufolge in der Lage ist, beide Hauptrohstoffe für PU-Weichschäume in hoher Reinheit zurückzugewinnen. Zu diesem Zweck betreibt das Unternehmen eine Pilotanlage am Standort Leverkusen. Gemeinsam mit der Entsorgungswirtschaft will das Unternehmen das Verfahren bis zur industriellen Nutzung vorantreiben. Weitere Informationen: www.covestro.com |
Covestro AG, Leverkusen
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