| 29.10.2025, 09:20 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die an der Münchener Börse notierte energenta AG mit Sitz in Münster hat im September 2025 ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2024 veröffentlicht. Das Unternehmen mit Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in Deutschland und Rumänien verzeichnete nach einer Phase volatiler Marktbedingungen im Kunststoffrecycling deutliche Umsatzrückgänge, richtet den Blick jedoch auf eine strategische Neuausrichtung. Geschäftsentwicklung 2024 Nach einer Marktkrise im Kunststoffrecycling, die sich ab 2023 verschärfte, sank der Umsatz der energenta-Gruppe im Geschäftsjahr 2024 auf 11,42 Millionen Euro (Vorjahr: 25,04 Mio. Euro). Gründe waren insbesondere der Verkauf und die daraus resultierende Entkonsolidierung der Energenta Ersatzbrennstoffe GmbH sowie rückläufige Umsätze der rumänischen Tochter energenta polymers s.r.l. im Handel mit Neuware und Rezyklaten. Das EBIT belief sich unbereinigt auf -4,9 Millionen Euro; bereinigt um außerplanmäßige Firmenwertabschreibungen ergab sich ein EBIT von 2,0 Millionen Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro). Das EBITDA erreichte 2,9 Millionen Euro nach 3,4 Millionen Euro im Vorjahr. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung veräußerte die Gruppe Anfang 2024 ihre 50-prozentige Beteiligung an der Energenta Ersatzbrennstoffe GmbH an einen strategischen Investor. Der Verkauf umfasste auch das entsprechende Betriebsgelände in Ochtrup, dessen wirtschaftlicher Übergang 2025 abgeschlossen wurde. Der daraus resultierende Ertrag aus dem Abgang von Anlagevermögen belief sich 2024 auf rund 4,7 Millionen Euro. Gleichzeitig mussten außerplanmäßige Abschreibungen von fünf Millionen Euro auf Firmenwerte vorgenommen werden, die nicht liquiditätswirksam waren. Strategische Fokussierung Künftig will sich die energenta-Gruppe auf die Geschäftsbereiche „Mahlgüter“ sowie „Regranulate & Compounds“ konzentrieren, um den Fokus stärker auf hochwertige und ressourcenschonende Rezyklatverwendungen zu legen. In einem schwachen Marktumfeld sieht die Gesellschaft zudem Chancen für anorganisches Wachstum durch gezielte Übernahmen. Vorstand Gisbert Schulte-Bücker betonte, dass die Gruppe trotz der Marktturbulenzen an ihrer langfristigen Strategie festhalte: Der wachsende Bedarf an Rezyklaten, insbesondere im Automobil- und Verpackungssektor, werde die Nachfrage in den kommenden Jahren erheblich steigern. Investitionen in neue Anlagen und Kapazitätserweiterungen sollen diesen Trend aufgreifen und die Wettbewerbsposition stärken. Die energenta AG vereint fünf operative Gesellschaften im Bereich Kunststoffrecycling: die energenta recycling solutions GmbH, die Emrec GmbH (Beteiligung 33,33 Prozent), die energenta polymers s.r.l., die Kunststoff Veredelung Gronau GmbH sowie die Sysplast GmbH. Gemeinsam bieten sie ein breites Portfolio an Dienstleistungen – von Beratung und Aufbereitung bis zur Rückführung von Kunststoffen in geschlossene Wertstoffkreisläufe. Das Unternehmen verarbeitet Kunststoffe aus den Bereichen Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere und liefert – je nach Reinheitsgrad – Mahlgüter, Regranulate, Compounds oder fertige Kunststoffprodukte. Weitere Informationen: www.energenta.ag |
energenta AG, Münster
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