| 27.01.2026, 09:30 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() Blick in die Recyclinganlage Purbach: EPS- und XPS-Verschnitte werden hier gesammelt, aufbereitet und wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt - (Bild: Austrotherm). Die Recyclinganlage ergänzt bestehende Rücknahmesysteme von Austrotherm. Bereits seit 2021 bietet das Unternehmen ein österreichweites Rücknahmeservice für saubere XPS-Baustellenverschnitte an. Die Abholung erfolgt kostenlos, entweder direkt von der Baustelle oder durch Anlieferung am Standort Purbach. Im Herbst 2024 wurde dieses Angebot um ein Recyclingservice für EPS-Dämmstoffe erweitert. Grundlage dafür ist das Forschungsprojekt „EPSolutely“, in dessen Rahmen gemeinsam mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette ein österreichweites Logistikkonzept für das EPS-Recycling entwickelt wurde. Insgesamt sechs EPS-Hersteller stellen dabei eine kostenlose Rücknahme sicher. Mit der neuen Anlage erweitert Austrotherm den bisherigen Anwendungsbereich des Dämmstoffrecyclings deutlich. Während sich frühere Prozesse auf saubere, sortenreine Produktions- und Baustellenabfälle beschränkten, können in Purbach künftig auch EPS- und XPS-Dämmstoffe aus dem Rückbau verarbeitet werden. Dazu zählen unter anderem komplette Wärmedämmverbundsysteme sowie Materialien mit anhaftenden Fremdstoffen. Voraussetzung ist, dass die Dämmstoffe ab dem Jahr 2018 in Verkehr gebracht wurden. Ältere Produkte mit dem inzwischen verbotenen Flammschutzmittel HBCD sind derzeit noch von der Wiederverwertung ausgeschlossen. Der Recyclingprozess umfasst mehrere Aufbereitungsschritte, darunter Materialaufgabe, Vorbrechen, Granulierung, Entstaubung sowie die Abscheidung von Störstoffen mittels Magnet- und Schwergutabscheidung. Das gewonnene Material wird sortenrein zwischengelagert und in weiteren Prozessen zu Rezyklat verarbeitet, das anschließend wieder in der Dämmstoffproduktion eingesetzt wird. Die Anlage ist auf eine jährliche Recyclingkapazität von bis zu 1.000 Tonnen ausgelegt. In den kommenden Monaten sind weitere Test- und Optimierungsreihen geplant, um Effizienz und Output der Anlage weiter zu steigern. Parallel dazu arbeitet Austrotherm im Rahmen von Forschungsprojekten an Lösungen, um künftig auch ältere EPS- und XPS-Dämmstoffe mit HBCD-Anteilen recyceln zu können. Die Austrotherm Gruppe befindet sich in österreichischem Familienbesitz und betreibt 35 Produktionsstandorte in 14 Ländern. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.500 Mitarbeitende und erzielte 2025 einen Umsatz von 500 Millionen Euro. Austrotherm ist Teil der Schmid Industrieholding. Weitere Informationen: www.austrotherm.at |
Austrotherm GmbH, Waldegg/Wopfing, Österreich
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