| 05.03.2026, 06:20 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Kunststoff-Zentrum SKZ hat ein neues Beratungsangebot für Unternehmen der Kunststoffindustrie eingeführt. Ziel ist es, Betriebe kontinuierlich bei Nachhaltigkeitsthemen und regulatorischen Anforderungen zu unterstützen sowie Entwicklungen im europäischen Rechtsrahmen frühzeitig einzuordnen. Kern des Angebots ist ein Beratungsvertrag, der Unternehmen eine laufende fachliche Begleitung durch Experten des SKZ ermöglicht. Bestandteil des Modells sind regelmäßig stattfindende Jour-fixe-Termine, in denen aktuelle gesetzliche und politische Entwicklungen erläutert, deren Bedeutung für die Branche bewertet und individuelle Fragestellungen der teilnehmenden Unternehmen behandelt werden. Ein Schwerpunkt der Beratung liegt auf der Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und den dazugehörigen European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Das SKZ unterstützt Unternehmen unter anderem bei der Interpretation der Anforderungen, der Definition relevanter Kennzahlen sowie beim Aufbau geeigneter Reporting-Strukturen. Auch die EU-Taxonomie wird im Rahmen des Angebots behandelt, insbesondere hinsichtlich der Einordnung und Bewertung wirtschaftlicher Aktivitäten im Kontext nachhaltiger Finanzierungs- und Berichtspflichten. Darüber hinaus umfasst die Beratung aktuelle europäische Verordnungen und Richtlinien mit Bezug zu Kunststoffen und Umwelt. Dazu zählen unter anderem die geplante EU-Verpackungsverordnung (PPWR), Regelungen zu Mikroplastik, Anforderungen aus der Chemikalienverordnung REACH sowie neue Vorgaben im Bereich Kreislaufwirtschaft. Ebenfalls berücksichtigt werden regulatorische Entwicklungen im Zusammenhang mit der geplanten Altfahrzeugverordnung. Weitere Inhalte des Beratungsangebots betreffen Methoden zur Bewertung von Umweltwirkungen, darunter Ökobilanzierungen (Life Cycle Assessment, LCA), die Berechnung von CO₂-Fußabdrücken sowie die Erstellung von Umweltproduktdeklarationen (Environmental Product Declarations, EPD). Ergänzend behandelt das SKZ Themen wie Klimarisikomanagement, rechtssichere Umweltaussagen („Green Claims“), Anforderungen an Lieferketten-Compliance – etwa durch Lieferkettengesetz oder EU-Entwaldungsverordnung – sowie die Umsetzung der Ökodesign-Verordnung und des Digitalen Produktpasses. Das Beratungsmodell ist als langfristige Begleitung angelegt und soll über klassische Schulungsformate oder projektbezogene Beratungen hinausgehen. Neben fachlicher Unterstützung und regelmäßigen Einschätzungen zu regulatorischen Entwicklungen erhalten teilnehmende Unternehmen Zugang zum Expertennetzwerk des SKZ aus Forschung, Prüfung und Industrie. Darüber hinaus sind Vergünstigungen für weitere Nachhaltigkeitsdienstleistungen des Instituts vorgesehen. Nach Angaben des SKZ soll das Angebot Unternehmen dabei unterstützen, regulatorische Anforderungen frühzeitig zu verstehen und ihre strategischen Entscheidungen im Bereich Nachhaltigkeit entsprechend auszurichten. Das Institut sieht darin eine Reaktion auf die zunehmende Komplexität gesetzlicher Vorgaben und die wachsenden Anforderungen an Transparenz und Umweltberichterstattung in der Kunststoffindustrie. Weitere Informationen: www.skz.de/forschung/kreislaufwirtschaft |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
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