| 09.03.2026, 10:53 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Unternehmensbereich Intermediates der BASF hat Produktvarianten mit reduziertem Product Carbon Footprint (rPCF) für Butandiol (BDO), Tetrahydrofuran (THF), "PolyTHF" und N-Methylpyrrolidon (NMP) eingeführt. Die Produkte werden am Verbundstandort Ludwigshafen hergestellt und sind von dort aus weltweit verfügbar. Die rPCF-Varianten weisen im Vergleich zu den entsprechenden BASF-Standardprodukten einen mindestens zehn Prozent niedrigeren Product Carbon Footprint auf. Die Reduktion wird durch den Einsatz emissionsarmer Rohstoffe sowie durch Prozessenergien mit geringerem CO₂-Ausstoß am Produktionsstandort erreicht. Mit den neuen Varianten sollen Kunden ihre Scope-3-Emissionen in der Wertschöpfungskette reduzieren können, ohne bestehende Formulierungen oder Produktionsprozesse anpassen zu müssen. Einsatzbereiche der Produkte finden sich unter anderem in den Branchen Automotive, Pharma, Elektronik, Textil und Konsumgüter. BDO ist ein zentraler Ausgangsstoff für zahlreiche chemische Zwischenprodukte. Es wird zur Herstellung von "PolyTHF" sowie zur Produktion von THF und Gamma-Butyrolacton (GBL) eingesetzt und dient zudem als Ausgangsstoff für NMP und Polybutylenterephthalat (PBT). BASF betreibt zwei Produktionsanlagen für BDO und Derivate mit einer jährlichen Gesamtkapazität von rund 350.000 Tonnen. "PolyTHF" wird überwiegend zur Herstellung elastischer Spandex- und Elastanfasern verwendet, die beispielsweise in Bade- und Sportbekleidung, Unterwäsche oder Stretchtextilien eingesetzt werden. Darüber hinaus ist es ein wichtiger Baustein für thermoplastische Polyurethane (TPU), die unter anderem in abriebfesten Schläuchen, Folien und Kabelummantelungen Anwendung finden. Weitere Einsatzfelder sind Polyetherester, Polyetheramide sowie Gusselastomere. BASF betreibt Produktionsstandorte in Europa, Nordamerika und der Asien-Pazifik-Region mit einer Gesamtkapazität von rund 250.000 Tonnen pro Jahr. NMP ist ein aprotisches, hochpolares organisches Lösungsmittel mit breitem industriellem Anwendungsspektrum. Es wird unter anderem in der pharmazeutischen Produktion, bei der Herstellung von Filtrationsmembranen sowie in der Verarbeitung von Lithium-Ionen-Batterien eingesetzt. Weitere Anwendungen liegen in Beschichtungen, Tinten, Harzen, landwirtschaftlichen Formulierungen sowie in bestimmten Prozessen der Öl- und Gasförderung. Die Berechnung des Product Carbon Footprint der rPCF-Varianten von BDO, THF, "PolyTHF" und NMP erfolgt gemäß ISO 14067:2018 sowie der "Together for Sustainability – Product Carbon Footprint Guideline for the Chemical Industry" (Version 3.0, Dezember 2024). Die Zertifizierung der Berechnung wird derzeit durch TÜV Rheinland durchgeführt. Die ausgewiesene PCF-Reduktion bezieht sich auf mindestens zehn Prozent im Vergleich zum jeweiligen BASF-Standardprodukt in der produzierenden Region und umfasst keine nachgelagerten Emissionen wie Transport, Weiterverarbeitung oder Emissionen am Ende des Produktlebenszyklus. Weitere Informationen: www.basf.com |
BASF SE, Ludwigshafen
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