| 08.05.2026, 09:58 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
|
Evonik hat im ersten Quartal 2026 trotz eines schwierigen Marktumfelds das eigene operative Gewinnziel erreicht und leicht übertroffen. Das bereinigte EBITDA lag bei 475 Millionen € und damit oberhalb der zuvor erwarteten rund 450 Millionen €. Belastet wurde das Geschäft insbesondere durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten, steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie negative Währungseffekte. Der Konzernumsatz sank im ersten Quartal um 9 Prozent auf 3,43 Milliarden €. Mehr als die Hälfte des Rückgangs führt Evonik auf ungünstige Wechselkurse zurück. Die Absatzmengen gingen um 2 Prozent zurück, die Verkaufspreise um 1 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge verringerte sich von 14,8 Prozent auf 13,9 Prozent. Das Konzernergebnis lag bei 125 Millionen € nach 233 Millionen € im Vorjahresquartal. Der Free Cashflow erreichte 183 Millionen € und blieb damit nahezu auf Vorjahresniveau. Vorstandschef Christian Kullmann verwies auf die zunehmenden Belastungen für den internationalen Handel. Protektionistische Maßnahmen hätten den freien Warenverkehr bereits erheblich eingeschränkt, hinzu komme nun der Krieg im Nahen Osten mit Auswirkungen auf wichtige Transportwege und Lieferketten. Seit März beobachtet Evonik in einzelnen Geschäften höhere Verkaufsvolumina, die das Unternehmen auf Vorratskäufe von Kunden zurückführt. Für das zweite Quartal prognostiziert Evonik daher ein bereinigtes EBITDA von mindestens 550 Millionen € nach 509 Millionen € im Vorjahresquartal. Das Unternehmen geht davon aus, dass das zweite Quartal das stärkste des laufenden Jahres sein könnte. Für die zweite Jahreshälfte erwartet Evonik dagegen Belastungen durch höhere Inflationsraten sowie steigende Energie- und Rohstoffkosten. Die Jahresprognose bestätigt der Konzern trotz der gestiegenen Unsicherheiten. Für 2026 rechnet Evonik weiterhin mit einem bereinigten EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden €. Zum 1. Mai 2026 hat Michael Rauch das Amt des Finanzvorstands übernommen. Claus Rettig, der die operativen Aufgaben im Finanzressort bis Ende April kommissarisch wahrgenommen hatte, konzentriert sich künftig wieder vollständig auf seine Funktion als Präsident der Region Asien-Pazifik. Das Transformationsprogramm „Evonik Tailor Made“ befindet sich nach Unternehmensangaben im dritten und letzten Jahr planmäßig auf Kurs. Zusammen mit weiteren Optimierungsmaßnahmen sollen 2026 insgesamt rund 1.000 Stellen entfallen. Im Segment Advanced Technologies verringerte sich der Umsatz im ersten Quartal um 9 Prozent auf 1,45 Milliarden €. Belastend wirkten insbesondere negative Währungseffekte sowie leicht rückläufige Absatzmengen und Preise. Das bereinigte EBITDA sank um 17 Prozent auf 241 Millionen €, die bereinigte EBITDA-Marge ging auf 16,6 Prozent zurück. Dabei profitierten die Hochleistungskunststoffe im Bereich Organics von einer positiven Mengennachfrage. Das Segment Custom Solutions verzeichnete einen Umsatzrückgang von 7 Prozent auf 1,33 Milliarden €. Ursache waren vor allem negative Währungseffekte und geringere Absatzmengen bei weitgehend stabilen Verkaufspreisen. Das bereinigte EBITDA sank um 12 Prozent auf 227 Millionen €, die EBITDA-Marge reduzierte sich auf 17,0 Prozent. Während sich die Nachfrage nach Additiven für Polyurethanschäume, langlebige Konsumgüter und Öladditive leicht verbesserte, blieb der Umsatz im Bereich Care unter dem Vorjahresniveau. Weitere Informationen: www.evonik.de |
Evonik Industries AG, Essen
» insgesamt 352 News über "Evonik" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
LyondellBasell: Verkauf von Olefin/Polyolefin-Anlagen in Europa abgeschlossen
Haitian: Neue servo-hydraulische Spritzgießmaschine
Vynova Wilhelmshaven: Westlake Vinnolit plant Übernahme
HydroDyn: Fortführung des Geschäftsbetriebes nach Sanierung unter neuer Eigentümerstruktur
Elmet: LSR-Spezialist erzielt 2025 Rekordumsatz – CEO Harald Wallner scheidet aus
Meist gelesen, 10 Tage
Norma Group: Großauftrag für Leitungssysteme in Premiumfahrzeugen
HydroDyn: Fortführung des Geschäftsbetriebes nach Sanierung unter neuer Eigentümerstruktur
Vynova Wilhelmshaven: Westlake Vinnolit plant Übernahme
Coperion: Neues Online-Messgerät zur Feuchteüberwachung von Kunststoffgranulaten
Masterbatch Verband: Rohstoffengpässe erhöhen Risiken in der Kunststoff-Wertschöpfungskette
Wacker: Geschäftsbereich Polymers unter neuer Leitung
Elmet: LSR-Spezialist erzielt 2025 Rekordumsatz – CEO Harald Wallner scheidet aus
Meist gelesen, 30 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Continental: Spatenstich für neues Mischzentrum in Iowa
Baerlocher: PFAS-freie Verarbeitungshilfen und Additivblends fürs Recycling
Meist gelesen, 90 Tage
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Kunststoffchemie für Ingenieure
|