| 21.09.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() ![]() Scheinwerfergehäuse - Weniger Gewicht und höhere Produktivität dank "Luvobatch"–Treibmittel-Masterbatches - (Bild: Lehvoss). Bei einer autonomen Landwirtschaftsdrohne kommen für die Rotorblätter carbonfaserverstärkte Compounds auf Basis der "Xcf-Technologie" zum Einsatz. Lehvoss gibt gegenüber Standard-CF-Compounds eine um bis zu 48 Prozent höhere Steifigkeit an. Die Werkstoffe erreichen demnach eine Biegefestigkeit von bis zu 520 MPa, einen Zugmodul von bis zu 52 GPa und eine Zugfestigkeit von bis zu 425 MPa. Die höhere Steifigkeit der Rotorblätter soll Verformungen unter Last verringern und dadurch den Energiebedarf reduzieren. Eingesetzt werden Hochleistungs-Compounds der Marke "Luvocom". Ein weiteres Exponat ist ein Scheinwerfergehäuse, bei dem Treibmittel-Masterbatches zur Gewichts- und Prozessoptimierung genutzt werden. Durch das Aufschäumen im Werkzeug lässt sich den weiteren Angaben zufolge das Bauteilgewicht bei großflächigen Spritzgussteilen um bis zu 25 Prozent senken, ohne die geforderte Stoßfestigkeit und Dimensionsstabilität zu beeinträchtigen. Für das gezeigte Bauteil nennt Lehvoss eine um 21 Prozent verkürzte Zykluszeit sowie einen bis zu 15 Prozent niedrigeren Volumenpreis. Zusätzliche Maschineninvestitionen seien für die Umsetzung nicht erforderlich. Zum Einsatz kommen Treibmittel-Masterbatches der Marke "Luvobatch". Bei einer Arbeitsleuchte wurde ein zuvor aus Aluminium-Druckguss gefertigtes Gehäuse durch ein Spritzgussteil aus wärmeleitfähigem Kunststoff ersetzt. Dadurch entfallen laut Lehvoss die Prozessschritte Entgraten und Lackieren; die Einfärbung erfolgt über den Werkstoff. Für das eingesetzte thermisch leitfähige Compound "Luvotech eco TC" nennt Lehvoss eine Wärmeleitfähigkeit von bis zu 18 W/mK. Das Kunststoffgehäuse soll gegenüber der Aluminium-Druckgussausführung 36 Prozent leichter sein und die Bauteilkosten um bis zu 14 Prozent reduzieren. Zudem gibt das Unternehmen eine Verringerung der CO2-Emissionen um bis zu 60 Prozent gegenüber Neuware an. Das vierte Anwendungsbeispiel ist ein Exoskelett, bei dem drei Metallbauteile durch Kunststofflösungen ersetzt wurden. Streben und Getriebegehäuse bestehen aus strukturverstärkten Metallersatz-Compounds, während für ein Antriebszahnrad ein tribologisch modifizierter Werkstoff verwendet wird. Lehvoss beziffert die Gewichtsreduzierung auf bis zu 1,3 Kilogramm und die Verlängerung der Akkulaufzeit auf bis zu 19 Prozent. Für das Getriebe nennt das Unternehmen einen wartungsfreien Betrieb. Eingesetzt werden Struktur- und tribologisch modifizierte Compounds der Marke "Luvocom". Mit den vier Anwendungen verknüpft Lehvoss Materialsubstitution und Prozessoptimierung mit wirtschaftlichen Kennzahlen. Die Beispiele reichen von höherer Bauteilsteifigkeit über verkürzte Spritzgießzyklen und Gewichtsreduktion bis zum Ersatz metallischer Komponenten durch technische Kunststoffe. Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle B1, Stand 1109 Weitere Informationen: www.lehvoss.de |
Lehmann&Voss&Co. KG, Hamburg
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