| 15.10.2026, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
|
Der Spritzgießmaschinenhersteller Arburg rechnet für das Geschäftsjahr 2026 mit einem Umsatz oberhalb des Vorjahreswerts von 576 Mio. Euro. Auf seiner Pressekonferenz zur Fakuma 2026 in Friedrichshafen berichtete das Unternehmen über eine Belebung des Auftragseingangs seit dem zweiten Quartal und eine zuletzt höhere Produktionsauslastung als zunächst erwartet. Eine konkrete Umsatzprognose für das Gesamtjahr nannte Arburg nicht. Im Mittelpunkt der weiteren Entwicklung stehen die Übernahme von Stork IMM, der Ausbau regionaler Fertigungskapazitäten sowie zusätzliche Angebote in der Automation und Digitalisierung. Marktlage: Wachstum in Amerika und Asien In Deutschland und weiten Teilen Europas bleibt die Nachfrage nach Spritzgießmaschinen laut Arburg schwach. Die Investitionsbereitschaft wird unter anderem durch hohe Energiekosten, Produktionsverlagerungen und den Wettbewerb mit asiatischen Maschinenherstellern belastet. Innerhalb Europas entwickelt sich Osteuropa derzeit günstiger als die westlichen Märkte. Zuwächse verzeichnet das Unternehmen dagegen in Amerika und Asien. Der amerikanische Markt habe sich zuletzt stabilisiert. In Asien verlaufe insbesondere das Geschäft in China besser als erwartet, während die Entwicklung in anderen südostasiatischen Ländern uneinheitlich sei. Nach Anwendungsbranchen sieht Arburg eine Erholung in der Elektro- und Elektronikindustrie, unter anderem aufgrund von Investitionen in künstliche Intelligenz, Rechenzentren und Elektromobilität. Die Medizintechnik wächst demnach leicht, während die Automobilindustrie auf niedrigem Niveau verharrt. Der Verpackungsmarkt zeigt sich vergleichsweise stabil. Auch für 2027 erwartet Arburg keine schnelle Rückkehr zu einem breit angelegten Aufschwung. Als mittelfristige Investitionstreiber nennt das Unternehmen Automatisierung, Energie- und Materialeffizienz, Digitalisierung sowie die Modernisierung bestehender Produktionsanlagen. Entsprechend sollen neben Maschinen auch schlüsselfertige Fertigungszellen, Prozessunterstützung und digitale Serviceangebote ausgebaut werden. Stork-Übernahme und regionale Fertigung in China Seit dem 1. Oktober 2026 gehört der niederländische Spritzgießmaschinenhersteller Stork IMM zu Arburg (siehe auch plasticker-News vom 30.07.2026). Das übernommene Unternehmen ist auf schnelle, großformatige Maschinen für die Herstellung dünnwandiger Verpackungen spezialisiert. Mit dessen Technik erweitert Arburg sein Programm um Hochleistungsmaschinen mit Schließkräften von 5.000 kN bis 20.000 kN. Ziel ist es, zusätzliche Anwendungen im Verpackungsbereich abzudecken und die Maschinen über das internationale Vertriebs- und Servicenetz von Arburg breiter zu vermarkten. Parallel verfolgt Arburg den Aufbau einer stärkeren regionalen Präsenz. Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben über 37 Standorte in 27 Ländern und ist einschließlich seiner Handelspartner in mehr als 100 Ländern vertreten. Im chinesischen Pinghu werden seit Juli 2026 Maschinen der elektrischen Baureihe "Allrounder Trend" für den asiatischen Markt montiert. Die offizielle Einweihung des Werks ist für November vorgesehen. Gemeinsam mit regionalen Partnern entstehen dort außerdem kundenspezifische schlüsselfertige Produktionsanlagen. Für den asiatisch-pazifischen Raum außerhalb Chinas hat Arburg Bharat Sharma als neuen Regionalmanager benannt. Weitere Informationen: www.arburg.com |
Arburg GmbH + Co KG, Loßburg
» insgesamt 382 News über "Arburg" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Fakuma 2026: Ersten Innovation Award in sechs Kategorien verliehen
Auting: Modulare Hochgeschwindigkeits-Montagemaschine integriert Zuführung, Montage und Kontrolle
Syntech Plastics: Übernahme des Geschäftsbetriebs der VBI Plastics
Spectrix + voestalpine: Additive Formeinsätze verkürzen Zykluszeit um 28 Prozent
Borouge: Kapazitätsausbau für mechanisch recycelte Polyolefine
Meist gelesen, 10 Tage
Syntech Plastics: Übernahme des Geschäftsbetriebs der VBI Plastics
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Spectrix + voestalpine: Additive Formeinsätze verkürzen Zykluszeit um 28 Prozent
Borouge: Kapazitätsausbau für mechanisch recycelte Polyolefine
Bruchsaler Kunststoffe: Insolvenzverfahren eröffnet
EMS-Grivory: Hochleistungspolyamid ersetzt Aluminium in ABS-Magnetventil für Nutzfahrzeuge
Meist gelesen, 30 Tage
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Westlake: Aus für PVC-Werk von Vinnolit in Köln
Ernst Jäger Kunststoffverpackung: Insolvenzverfahren nach Sanierung in Eigenverwaltung aufgehoben
Syntech Plastics: Übernahme des Geschäftsbetriebs der VBI Plastics
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
Billion: Strategische Partnerschaft mit Engel – Fokus künftig auf Service statt Neumaschinengeschäft
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| IKT: Lehrbuch „Kunststofftechnik – Einführung und Grundlagen“ in neuer Auflage
|