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18.09.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Advanced Recycling Conference 2026: Skalierung und regulatorische Anforderungen rücken in den Fokus

Die nova-Institut GmbH veranstaltet am 17. und 18. November 2026 in Köln und online die "Advanced Recycling Conference 2026". Im Mittelpunkt stehen Technologien, Marktbedingungen, Finanzierung und die industrielle Skalierung fortgeschrittener Recyclingverfahren für unterschiedliche Abfallströme. Neben Kunststoff- und Polymerabfällen behandelt die Veranstaltung auch Textilien und PVC sowie materialspezifische Anforderungen an deren Aufbereitung.

Das Konferenzprogramm umfasst unter anderem lösungsmittelbasierte Recyclingverfahren, Depolymerisation, Pyrolyse und weitere thermochemische Prozesse. Weitere Themen sind die Nachbehandlung und Aufbereitung von Pyrolyseöl, Nachhaltigkeits- und Lebenszyklusanalysen, Digitalisierung sowie Finanzierungs- und Investitionsmodelle für den Übergang von Pilot- und Demonstrationsanlagen in den kommerziellen Maßstab. Eigene Sessions befassen sich mit Textil- und PVC-Recycling, Depolymerisationsverfahren für PET und Si-O-basierte Polymere sowie mit regulatorischen und zertifizierungsbezogenen Fragen entlang des Recyclingkreislaufs.

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Der regulatorische Rahmen gewinnt für Anbieter und Anwender von Recyclingtechnologien weiter an Bedeutung. Die EU-Verpackungsverordnung PPWR schreibt für Kunststoffverpackungen ab 2030 je nach Verpackungsart Mindestanteile von 10 bis 35 Prozent an Rezyklaten aus Post-Consumer-Kunststoffabfällen vor. Für 2040 gelten höhere Zielwerte. Damit steigen die Anforderungen an verfügbare Rezyklatmengen, definierte Materialqualitäten und belastbare Nachweis- und Zertifizierungssysteme.

Auch die europäische Regulierung für Fahrzeuge erhöht den Rezyklatbedarf. Die Verordnung (EU) 2026/1738 sieht für neu typgenehmigte Fahrzeuge ab 1. September 2032 einen Mindestanteil von 15 Prozent recyceltem Kunststoff aus Post-Consumer-Abfällen vor. Ab 1. September 2036 steigt dieser Anteil auf 25 Prozent. Mindestens 20 Prozent des jeweils vorgeschriebenen Rezyklatanteils müssen aus Altfahrzeugen oder aus während der Nutzungsphase ausgebauten Fahrzeugteilen stammen. Damit entsteht für die Kunststoff- und Recyclingindustrie zusätzlicher Bedarf an geeigneten Aufbereitungs- und Kreislaufkonzepten.

Vor diesem Hintergrund adressiert die Konferenz neben der technischen Weiterentwicklung insbesondere Fragen der Skalierung, Finanzierung und Markteinführung. Diskutiert werden Marktpotenziale, Umweltauswirkungen und die Folgen veränderter regulatorischer Rahmenbedingungen. Nach Angaben des Veranstalters erreicht die Konferenz knapp 300 Teilnehmende aus Industrie, Technologieentwicklung, Forschung, Finanzierung und Politik.

Begleitet wird die Veranstaltung von einer Fachausstellung und einer Poster-Session. Posterbeiträge können bis zum 9. Oktober 2026 eingereicht werden. Als Sponsoren nennt der Veranstalter Siemens, Buss ChemTech, Yncoris und Erema Group. Darüber hinaus unterstützen verschiedene Industrie- und Handelsverbände, Forschungsorganisationen und Branchennetzwerke die Veranstaltung.

Weitere Informationen: advanced-recycling.eu, nova-institute.eu

nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH, Hürth

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