| 14.03.2008 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Unternehmer erhält Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg Sichtlich stolz nahm Rudolf Rampf im Beisein seiner Familie gestern die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg im Neuen Schloss in Stuttgart entgegen. Wirtschaftsminister Ernst Pfister überreichte die Medaille mit dem Hinweis auf die besonderen unternehmerischen Leistungen des 63-Jährigen. Der Unternehmer aus Grafenberg hat aus einem „Zwei-Mann-Betrieb“ ein weltweit führendes Unternehmen für Reaktionsharze gemacht. Heute zählt die RAMPF-Gruppe (www.rampf-holding.de) 400 Mitarbeiter und sechs operierende Firmen. „Ein eigenes Unternehmen ist ein Lebenswerk. Dieses aufzubauen, fordert großes Engagement. Der Einsatz kostet nicht nur Geld, sondern viel Mut und Zeit“, bilanzierte Rudolf Rampf gestern bei der Verleihung der Wirtschaftsmedaille. Der Unternehmer dankte zugleich seiner Familie, ohne deren Unterstützung es nicht so weit gekommen wäre. Seine beiden Söhne, Michael und Matthias Rampf, haben die Nachfolge bereits angetreten. Nur zu gut erinnert sich der Seniorchef an die Anfänge seiner Selbstständigkeit. In einem Nebengebäude der Bäckerei des Schwiegervaters machte der Chemiker 1969 die ersten Schritte. Die Herstellung von Haushaltsreinigern war nur Nebenerwerb. Hauptberuflich arbeitete Rudolf Rampf in der Entwicklung von Industrielacken bei der Firma Wörwag (Stuttgart-Zuffenhausen). Nach seinem zweiten Studium zum technischen Betriebswirt, folgten fünf erfolgreiche Jahr als Laborleiter bei Lechler Chemie (Bad Urach). Danach entschloss sich Rudolf Rampf für die Gründung der „RAMPF Kunststoffsysteme GmbH“. In der alten Grafenberger Turnhalle entwickelte er 1980 die ersten Gießharze. Seine Frau Eva-Marion fuhr die Produkte mit dem Lastwagen zu den Kunden, die Söhne Brezel kauend auf dem Beifahrersitz. Heute, 28 Jahre später, steht der Name RAMPF für eine starke, internationale Gruppe bestehend aus sechs Firmen. Unter dem Dach der RAMPF Holding sind die Firmen Giessharze, Tooling, Epucret, Automation, Dosiertechnik und Ecosystems vereint. Zu den wichtigsten Auslandsmärkten des Spezialisten für Reaktionsharze und Maschinenbau gehören neben Europa, Asien, die USA und Mexiko. Weltweit arbeiten 400 Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens. Mit einer solchen Entwicklung hatte Rudolf Rampf nicht gerechnet, Zielsetzung waren maximal zehn Mitarbeiter. Doch es kam anders. Im Jahre 1996 entsteht die RAMPF-Gruppe durch die Integration des Mineralgussspezialisten EPUCRET Polymertechnik. 2003 wird am Standort Grafenberg die RAMPF Tooling GmbH gegründet. In der zweiten Jahreshälfte kommen die Firmen Dosiertechnik und Ecosystems hinzu – sowie der erste Auslandsstandort mit der RAMPF Group, Inc. in den USA. Zwei Jahre später folgt die Gründung der RAMPF Group Japan, K.K. in Osaka. Das Jahr 2006 bringt ein neues Mitglied, die RAMPF Automation GmbH (Neumarkt/Österreich). Und die Erfolgsgeschichte setzt sich fort. 2007 wird ein Produktionszentrum für Mineralguss in China gebaut. Bei der Integration der verschiedenen Bereiche setzte der Firmengründer vor allem auf ein gesundes Wachstum. Übereilte Entschlüsse waren und sind nicht seine Sache. Im Mittelpunkt standen und stehen reaktive Harzsysteme. Um diese Kernkompetenz haben sich die Unternehmen der Gruppe angesiedelt. Sie profitieren intensiv von den daraus resultierenden Synergieeffekten. Die Bilanz spricht für sich: Die RAMPF-Gruppe hat sich unter der Leitung von Rudolf Rampf zu einem der führenden Hersteller von Reaktionsharzen, Maschinenbetten, Dosier- und Automatisierungsanlagen sowie Recyclinglösungen entwickelt. Aus dem „Zweimann-Betrieb“ machte der ursprünglich aus Augsburg stammende Chemiker ein innovatives Unternehmen, das Lösungen nach Maß bietet. In den vergangenen Jahren konnte die Gruppe jährlich ein gesundes, zweistelliges Umsatzwachstum realisieren. Für das laufende Geschäftsjahr, das am 30. Juni 2008 endet, peilt die Unternehmensgruppe einen konsolidierten Umsatz von 85 Millionen Euro an. Bild: Rudolf Rampf (links) erhält die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg. Dank des großen persönlichen Engagements habe sich RAMPF zu einem mittelständischen Musterbetrieb in der Region entwickelt, so Wirtschaftsminister Ernst Pfister. |
RAMPF Holding GmbH & Co. KG, Grafenberg
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