| 01.02.2010 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() V.l.n.r.: Dr. Steffen Kühling, Dr. Joachim Wolff, Patrick Thomas, Dr. Tony Van Osselaer, Dr. Ernst Grigat, Dr. Hans-Wilhelm Engels Mittelfristig 100.000 neue Arbeitsplätze Mit dieser Investition in eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft will sich Bayer MaterialScience einen Vorsprung in der Erschließung einer Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten für mehrwandige Kohlenstoff-Nanoröhrchen eröffnen, die das Unternehmen unter der Marke Baytubes® vertreibt. "Aktuelle Prognosen sagen für Carbon Nanotubes ein jährliches Wachstum von 25 Prozent und innerhalb von zehn Jahren ein Marktvolumen von zwei Milliarden US-Dollar voraus.", sagt Dr. Joachim Wolff, Mitglied des Executive Committee von Bayer MaterialScience und Leiter des Bereichs Coatings, Adhesives, Specialties. "Wir gehen außerdem davon aus, dass in Deutschland industrieweit durch die Nanotechnologie mittelfristig 100.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden." Bekenntnis zum Industriestandort Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen gehört zu den weltweit führenden Standorten für die Nanotechnologie. Mit der Eröffnung der neuen Anlage bekräftigt das Unternehmen erneut sein Bekenntnis zu Leverkusen und zum Industriestandort Nordrhein-Westfalen. "Bei diesem Projekt beweist sich die Stärke unseres Standorts hier in Leverkusen. Wir verfügen über eine hervorragende Infrastruktur, eine problemlose Anbindung an Rohstoff- und Energieversorgung, eine ausgereifte Entsorgungstechnologie sowie über hoch qualifizierte Mitarbeiter und Fachbereiche", so Dr. Steffen Kühling, Leiter Produktion und Technologie im Bereich Coatings, Adhesives, Specialties bei Bayer MaterialScience. Bayer MaterialScience gehört zu den wenigen Unternehmen, die CNT im Industriemaßstab bei gleichbleibend hoher Qualität herstellen können. Bereits seit 2007 betreibt das Unternehmen eine Pilotanlage mit 60 Tonnen Jahreskapazität im badischen Laufenburg. CNTs werden in einem Reaktor bei hoher Temperatur durch ein katalytisches Verfahren aus Ethylen gewonnen. Steffen Kühling: "Unter guten Rahmenbedingungen wird sich die Nanotechnologie in Deutschland in den kommenden Jahren zu einem leistungsstarken Wirtschaftszweig mit attraktiven Arbeitsplätzen, innovativen Produkten und konkurrenzfähigen Lösungen entwickeln." Breites Einsatzspektrum Baytubes® sind eine hoch innovative Modifikation des Kohlenstoffs. Sie können in Polymermatrizes oder in Metallsystemen als füllender oder modifizierender Zusatzstoff beigefügt werden, wodurch die mechanische Stabilität verbessert sowie bestimmte elektrische Eigenschaften erzeugt werden. Baytubes® können unter anderem in thermoplastischen und duroplastischen Systemen sowie in Lacken eingesetzt werden. In Schiffsanstrichstoffen sorgen Baytubes® für eine sehr hohe Abriebbeständigkeit. Gleichzeitig wird der Strömungswiderstand des Schiffsrumpfes gegenüber Wasser herabgesetzt und dadurch der Kraftstoffverbrauch deutlich reduziert. Außerdem werden die Kohlenstoff-Nanorörchen in Rotorblättern von Windkraftanlagen sowie in Sportartikeln wie Skiern, Hockeyschlägern und Surfbrettern verwendet. "Die Nanotechnologie ist eine Querschnittstechnologie, die in unterschiedlichen Industrien und Anwenderbranchen eingesetzt werden kann. Ihr möglicher Nutzen erstreckt sich von der industriellen Produktion bis zur Energieversorgung und -speicherung, von der Informationstechnologie bis hin zu intelligenten Oberflächen, und darüber hinaus auf einige Bereiche der Medizin wie Diagnose oder Therapie.", erklärt Joachim Wolff. Bayer übernimmt auch eine Vorreiterrolle in puncto Sicherheit im Umgang mit Baytubes® Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Ein umfassendes Product-Stewardship-Programm unterstützt eine sichere Handhabung von Baytubes® von der Produktion über die Verarbeitung hin zur Anwendung bis zur Entsorgung. Weitere Informationen: www.bayermaterialscience.de |
Bayer MaterialScience AG, Leverkusen
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