| 18.02.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Jahr 2009 hat sich auch für die erfolgsorientierte deutsche Kunststoffverpackungsindustrie als Krisenjahr herausgestellt. Mit einem Umsatz von 12,5 Milliarden Euro hat die Branche einen Rückgang von rund 10 Prozent hinnehmen müssen. Auch die Produktionsmenge ist um circa 8 Prozent auf 3,8 Millionen Tonnen zurückgegangen. Die einzelnen Marktsegmente zeigten dabei eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Konsumnahe Verpackungen konnten teilweise sogar Zuwächse verzeichnen, während der Bereich Industrieverpackungen Einbrüche im zweistelligen Bereich verkraften musste. Insgesamt hat ein weitgehend stabiles Konsumklima Schlimmeres verhindert. So entwickelte sich der Inlandsumsatz deutlich besser als das Auslandsgeschäft. Sehr positiv bewertet die IK die Tatsache, dass trotz erheblicher Umsatzeinbußen in den meisten Unternehmen die Arbeitsplätze weitgehend erhalten werden konnten. Die mittelständischen Kunststoffverpackungsunternehmen haben damit einen wertvollen Beitrag zur Stabilisierung des Konsumklimas geleistet. Aus Sicht der IK geben insbesondere die beiden letzten Monate, in denen die Umsätze merklich stiegen, Anlass zu einem gewissen Optimismus für 2010. Der IK-Konjunkturtrend bestätigt diese Entwicklung für das erste Quartal. Eine stabile Konjunktur wird allerdings von dem anziehenden Export sowie der weiteren Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt abhängen. Sorge bereitet dem Verband die Entwicklung auf dem Rohstoffmarkt. Bisher verlässliche Indikatoren für die Preisentwicklung gelten nicht mehr. Hierzu beigetragen hat unter anderem die Umstellung auf Monatskontrakte bei den Vorprodukten seit Januar 2009, die zu einem deutlichen Anstieg der Volatilität geführt hat. Parallel hierzu findet eine größere Produktionsverlagerung auf dem Weltmarkt statt. Europa wird derzeit zunehmend zum Nettoimporteur von Polyethylen. Die hierdurch entstandene Abhängigkeit von internationalen Marktentwicklungen, insbesondere in Fernost, hat kaum vorhersehbare Versorgungsschwankungen und eine nicht mehr nachvollziehbare Preisfindung zur Folge. Diese Destabilisierung wirkt sich zurzeit negativ auf die Renditesituation der Kunststoffverpackungshersteller aus. Inwieweit sich dadurch auch die Finanzierungsbedingungen im Jahr 2010 verschlechtern werden, sei nicht absehbar. IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn begrüßt in diesem Zusammenhang die von der Deutschen Bank angekündigte Unterstützung eines Mittelstandsfonds in Höhe von 300 Millionen Euro. „Dies ist eine sinnvolle Maßnahme, die Eigenkapitalversorgung der Unternehmen zu unterstützen und ist deshalb für andere Banken zur Nachahmung empfohlen“. Angesichts der weltweiten Erholungstendenzen seien jetzt Investitionen dringend erforderlich, um die Innovationskraft der Kunststoffverpackungsindustrie zu erhalten und international wettbewerbsfähig zu bleiben. Weitere Informationen: www.kunststoffverpackungen.de |
IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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