| 26.02.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Diverse Schweißverfahren stehen in der K-Verarbeitung im direkten Wettbewerb zueinander. Die Anwendungsbereiche überschneiden sich. Besonders für komplexe Konturen, die optisch hochwertig und mechanisch beanspruchbar geschweißt werden müssen, eignet sich das Globo-Schweissen, ein spezielles Laserverfahren: Es funktioniert nach dem Prinzip des Konturschweißens. Ein punktförmiger Laserstrahl wird über eine luftgelagerte, reibungsfrei drehbare Glaskugel auf die Fügeebene fokussiert. Die Glaskugel fokussiert nicht nur – sie dient auch als mechanisches Andrückwerkzeug. Während die Kugel auf dem Bauteil abrollt, drückt sie permanent und punktuell auf die Fügeebene. Somit trifft die Laserstrahlung nur dort auf, wo auch Anpresskraft vorhanden ist. Die Glaskugel ersetzt die mechanische Andrückvorrichtung und erweitert die Möglichkeiten des Laserschweißens sowohl für endlose wie auch für dreidimensionale Anwendungen.So lassen sich laut Anlagenentwickler Leister Technologies fast alle thermoplastischen Kunststoffe und thermoplastische Elastomere schweißen, unter anderem ABS, PA, PC, PP, PMMA, PS, PBT sowie glasfaserverstärkte Kunststofftypen. Die Nahtfestigkeit liege im Bereich der des Grundmaterials. Das Verfahren ist vielfältig einsetzbar. Zu den Anwendungen zählen dreidimensionale Bauteile des Automobilinterieurs und -exterieurs ebenso wie komplexe, großflächige technische Bauteile und Endlosanwendungen mit industriellen Textilien. Endlose Folien und technische Textilien lassen sich konventionell nicht andrücken. Das Globo-Schweissen schafft hier eine gute Synchronisation von Laserstrahlung und Andruck. Typische 3D-Anwendungen aus dem Bereich Automobil sind Rückleuchten. Es lassen sich hochwertige, optisch ansprechende Schweißnähte erzeugen. Kernkomponente der Anlagen zum Globoschweißen ist der entsprechende Kopf. Je nach Anwendung und gewünschter Schweißnahtbreite lässt sich der Strahldurchmesser anpassen. Als Option ist ein Pyrometer integrierbar, welches Temperatursignale für die Prozesskontrolle liefert. Der Schweißkopf lässt sich mit den Lasersystemen Novolas Basic AT und Novolas WS zu kompletten Fertigungssystemen ausbauen. Die Laserstrahlführung übernehmen Lichtwellenleiter. Die verschiedenen Anlagen mit dem Globo-Kopf bieten unterschiedliche Features und Integrationsmöglichkeiten. Weitere Informationen: www.leister.com VDI-Tagung „Kunststoffe im Automobilbau“, 17.-18. März 2010, Mannheim, Stand 70 |
Leister Process Technologies, Kägiswil, Schweiz
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