| 09.03.2010 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Entnahmeroboter in kunststofftechnischen Anwendungen sind üblicherweise autarke Systeme, die Schnittstellen zu Funktionsmodulen und Servoreglern bieten und über eine Bedieneinheit geführt werden. Vernetzung und freier Datenaustausch bieten hier jedoch erhebliche Vorteile – die Wittman Robot Systems nach eigenen Angaben mit seiner neuen R8-Steuerung realisiert hat. Im Kern geht es darum, die Prozesse über die Maschinensteuerung, die Robotsteuerung oder einen beliebigen Computer steuern zu können. Traditionelle Entnahmeroboter stellen lediglich hardwarebasierende digitale Ein-/Ausgänge zur Verfügung. Bestenfalls sind sie damit in der Lage, die Steuerung angeschlossener Automatisierungssysteme zu übernehmen. Bei Entwicklung der R8 Robotersteuerung sei besonderes Augenmerk darauf gelegt worden, flexible Schnittstellen für die übergeordnete Kommunikation mit Computersystemen bzw. Spritzgießmaschinen bereitzustellen – und zwar standardmäßig. Entstanden ist eine IPC-basierte Robotersteuerung, die die Anbindung einer Spritzgießmaschine oder von Automatisierungseinheiten erlaubt. Darüber hinaus sind CanOpen Echtzeitschnittstellen, Ethernet- und USB-Ports vorhanden. Über die CanOpen Echtzeitschnittstellen können zeitkritische Informationen ausgetauscht werden. Sie ermöglichen beispielsweise die Anbindung von Inkrementalgebern zur Erfassung der Bewegung von Objekten auf Förderbändern. Es können auch bis zu zwölf zusätzliche, in Automatisierungssysteme integrierte Servomodule direkt über die Steuerung angesprochen und kontrolliert werden. Eine weitere typische Anwendung für Echtzeitsignale ist der Signal- bzw. Positionstausch zwischen Roboter und Spritzgießmaschine, wie ihn beispielsweise die Battenfeld B6 Maschinensteuerung realisiert. Diese sehr direkte – und optimierte – Art der Integration bietet viele weitere Möglichkeiten, die Teileentnahme zu beschleunigen, und trägt somit entscheidend zur Erhöhung der Produktivität von Maschine und Roboter bei. Die standardmäßige Ethernet-Schnittstelle erlaubt die Übertragung großer, weniger zeitrelevanter Datenmengen, beispielsweise des gesamten Bildschirminhalts der TeachBox zu einem PC an einem beliebigen Ort oder dem Bedienterminal einer Spritzgießmaschine. Über Remote-Terminals kann so auf sämtliche nicht sicherheitsrelevante Steuerungsfunktionen zugegriffen werden. Roboter sendet E-Mails Die optionale Anbindung des W8-Roboters an einen E-Mail-Server ermöglicht die fortlaufende Übermittlung aktueller Fehlermeldungen sowie die Benachrichtigung über einen Betriebsmodus-Wechsel, der aus dem Automatikbetrieb entsteht. Darüber hinaus erhält der Bediener die Möglichkeit, eine E-Mail abzusetzen, die den vollständigen Befehlspuffer inklusive Fehlerliste und aktuellem Teach-Programm enthält. Diese Informationen können an bis zu 25 Adressaten gleichzeitig verschickt werden. Diese Art der Übermittlung von Fehlermeldungen ist der erste Schritt zur automatisierten Fernwartung. Eine weitaus differenziertere Form der Fernwartung lässt sich durch Kombination des VNC-Viewer mit dem optionalen Softwaremodul R8 CLI bewerkstelligen. Über den Viewer kann die TeachBox online gesehen und bedient werden. Das R8 CLI-Modul gestattet die gezielte Abfrage aller systemrelevanten Parameter und Roboter-Zustände über das Internet. Zusätzlich können unterschiedliche Variablen im Teach-Programm beschrieben werden. Das ermöglicht eine unmittelbare Fehleranalyse und -behebung bzw. das unverzügliche Eingreifen eines Bedieners. Das CLI Modul kann darüber hinaus zur automatisierten Datenübergabe an ein ERP-System verwendet werden. Weitere Informationen: www.wittmann-group.com |
Wittmann Robot Systeme GmbH, Groß-Umstadt
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