| 05.08.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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In der Extrusion ist der Antrieb ein bedeutender Stromverbraucher. Sein energetisches Betriebsverhalten beeinflusst maßgeblich die Lebenszykluskosten und die Umweltwirkungen einer Extrusionslinie. Bisher wurden diese Zusammenhänge jedoch kaum quantifiziert. Dies wurde erstmalig in einem Projekt des SKZ in Zusammenarbeit mit dem VDMA und zahlreichen Industriepartnern untersucht. Ergebnis ist das Praxistool „ExtruDrive“, mit dem aus verschiedenen Antrieben der ökoeffizienteste ausgewählt werden kann. Hierbei werden die erreichbaren Wirkungsgrade, die Anschaffungs- sowie Lebenszykluskosten und die Umweltwirkungen berechnet und ausgegeben. Kunststoffverarbeiter können dies ebenso nutzen wie Extruder- oder Antriebshersteller, z.B. bei Neuanschaffungen. Die Verwendung von „ExtruDrive“ durch Entscheidungsträger im Maschinen- und Anlagenbau sowie deren Kunden soll nicht zuletzt einen Beitrag zur Entwicklung von kostensparenden und umweltfreundlicheren Extrusionsmaschinen und damit zu mehr Nachhaltigkeit in der Kunststoffverarbeitung leisten. In Extrusions- und Prüfstandsversuchen wurden die Auswirkungen unterschiedlicher Betriebspunkte auf den Energieverbrauch der Antriebe untersucht und die betriebspunktabhängigen Wirkungsgrade ermittelt. Anschließend wurden die Antriebe von der Herstellung bis zur Entsorgung ökonomisch und ökologisch bewertet. Die Datenbank umfasst die relevanten Antriebssysteme, darunter klassische Systeme mit Getrieben, wie den Gleichstrom-, den Drehstromasynchron- und den Drehstromsynchronantrieb, sowie relativ neue Direktantriebe, wie den Torquemotor und den CMG-Antrieb. Das Vorhaben 15368N wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Für die finanzielle Unterstützung bedankt sich das SKZ ebenso wie bei dem VDMA und den beteiligten Mitgliedern - u.a. Baumüller, Antriebstechnik Faurndau, Oswald Elektromotoren, Reifenhäuser Extrusion und Veka - für die aktive Unterstützung im Projekt. Der komplette Projektbericht und „ExtruDrive“ können unter „abgeschlossene Forschungsvorhaben“ bestellt werden. Weitere Informationen: www.skz.de |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
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