| 15.11.2004 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Bereits seit mehr als einem Jahr sind die Hersteller von Kunststoffverpackungen und –folien mit kontinuierlich steigenden Notierungen für ihre Vorprodukte konfrontiert. Die zur Herstellung von Packmitteln eingesetzten Kunststoffe haben inzwischen ein Niveau erreicht, das etwa bei Polystyrol um 60 Prozent und bei LD-PE für Folien um 40 Prozent über dem vom Anfang dieses Jahres liegt. Eine Stabilisierung oder eine Trendwende sind nicht in Sicht. Deshalb müssen die verteuerten Vorkosten in den Verkaufspreisen für Kunststoffverpackungen angemessen berücksichtigt werden. Ursächlich für diese Entwicklung ist die weiterhin starke Kunststoff-Nachfrage in den USA, in China und anderen fernöstlichen Ländern, sowie Kapazitätsengpässe im Raffineriebereich (Monomerherstellung) und in geringerem Maße die Verteuerung des Mineralöls. Wie der IK Industrieverband Kunststoffverpackungen e.V. (www.ik-verband.de) anlässlich der ungewöhnlich lang anhaltenden Preissteigerungstendenzen für die wichtigsten Vorprodukte zur Herstellung von Kunststoffverpackungen mitteilt, hat sich beispielsweise das für die Herstellung von Polystyrol und Polyamid wichtige Benzol seit Anfang 2004 im Preis mehr als verdoppelt und einen historischen Höchststand erreicht. Daraus haben sich seit Jahresbeginn Preisaufschläge bei den wichtigsten Verpackungskunststoffen zwischen 40 und 60 Prozent ergeben. Erschwerend komme hinzu, dass aufgrund der weltweit starken Nachfrage die Kunststoffverfügbarkeit sinkt und bestimmte Kunststofftypen nur begrenzt oder verzögert lieferbar seien, heißt es weiter. Insoweit rechnet der IK auch nicht mit einer baldigen Trendwende bei der Preisentwicklung von Kunststoff-Rohstoffen. Inzwischen ist auch der Start der LKW-Maut abzusehen. Nach Erhebungen des IK liegt der Transportkostenanteil bei Kunststoffverpackungen bei annähernd zehn Prozent der Produktionskosten, auf die nach Angaben der Speditionen eine Kostensteigerung von 15-20 Prozent zukommen dürften. Angesichts der Tatsache, dass die Hersteller von Kunststoffverpackungen bei ihren Produkten einen Rohstoffkostenanteil zwischen 40 und 80 Prozent haben, gerät die Branche zunehmend in eine finanzielle Zwangslage. Sie muss daher ihre Konditionen dem Anstieg der Rohstoff- und Energiekosten und der absehbaren Verteuerung der Transportaufwendungen in angemessener Weise anpassen. Ohne eine solche Weitergabe der Vorbelastungen ist aufgrund der knappen Margen nicht nur die Existenz vieler Mitgliedsbetriebe des IK, sondern auch die Innovationskraft der gesamten Branche zur Entwicklung immer besserer Verpackungslösungen gefährdet. Die Kunststoffpackmittelbranche umfasst etwa 700 Unternehmen mit rund 60.000 Mitarbeitern, die jährlich rund 3,6 Millionen Tonnen Kunststoffpackmittel im Wert von 9,5 Milliarden Euro produzieren. Kunststoffe stellen mit rund 41 Prozent das größte Segment des deutschen Packmittelmarktes. |
Industrieverband Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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