| 12.11.2010, 06:05 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
![]() Abb. 1: Das Diagramm zeigt nach Milliken-Angaben, wie die synthetische Hyperform HPR-803 Faser einen deutlich größeren Einfluss auf die Steifigkeit hat als Talkum-Füllstoffe bei gleichem Füllgrad. „Wir gehen davon aus, dass HPR-803 vor allem in Fahrzeugteilen zum Einsatz kommen wird, aber wir werden andere Anwendungsbereiche keineswegs ausschließen“, sagt Adam Watson, der für die Vermarktung der Hyperform HPR-Produktreihe zuständig ist. „Das Additiv ermöglicht die Herstellung von Polypropylen-Compounds, deren mechanische Eigenschaften mit denen von mineralgefüllten Werkstoffen vergleichbar sind oder diese sogar übertreffen, aber bei einem niedrigerem Gewicht.“ Die HPR-803-Fasern weisen ein hohes L/d-Verhältnis von ca. 40 zu 1 auf. „Wir gehen davon aus, dass mit HPR-803 verstärkte PP-Compounds die mit Talkum gefüllten Typen und möglicherweise auch andere, nicht auf PP basierende, Werkstoffe ersetzen werden“, sagt Watson. „In Tests hat sich gezeigt, dass HPR-803 sehr gut zusammen mit Talkum verwendet werden kann und sowohl Verarbeitern als auch Endbenutzern die Möglichkeit eröffnet, eine schrittweise Umstellung auf die neue Technologie vorzunehmen.“ Die Dosierung von Hyperform HPR-803 soll üblicherweise nur ein Drittel der Menge bei Verwendung von Talkum betragen (Abb. 1). Dies bedeute, dass die Teile um bis zu 15% leichter werden, wodurch wiederum der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen der Autos reduziert werden könnten. Watson verweist auf Entwicklungstests mit einem spritzgegossenen Stoßstangenhalterung. „Milliken hat nachgewiesen, dass ein Compound mit 9% HPR-803 gegenüber einem mit 20% Talkum gefüllten Compound eine Gewichtseinsparung von 10% mit sich bringt, und dies bei gleicher Dimensionsstabilität, Steifigkeit und Stoßfestigkeit,“ sagt er. ![]() Abb. 2: Die Auswirkung auf die Temperaturbeständigkeit (gemessen als Wärmeformbeständigkeitstemperatur – HDT) sei bei niedrigeren Konzentrationen sogar noch ausgeprägter. Aber die Vorteile von Hyperform HPR-803 sollen sich nicht in Energieeinsparungen erschöpfen, auch in ästhetischer Hinsicht seien deutliche Verbesserungen möglich. Da die natürliche Farbe des Additivs weißer sei als Talkum, komme der Verarbeiter mit einem geringeren Pigmentverbrauch aus, um den gewünschten Farbton zu erreichen. Formteile mit diesem neuen Verstärkungsmittel sollen sich durch eine sichtbar bessere Oberflächenbeschaffenheit sowie eine höhere Witterungsbeständigkeit auszeichnen als Teile aus glasfaserverstärktem PP mit vergleichbaren mechanischen Eigenschaften. Hyperform HPR-803 sei zudem für Compoundierer in der Regel leichter zu handhaben als Kurzglasfasern und stelle somit ein geringeres Sicherheits- und Gesundheitsrisiko dar. Mit HPR-803 verstärkte Compounds weisen gute Fließeigenschaften auf und lassen sich in der gleichen Weise verarbeiten wie andere PP-Compounds, heißt es weiter. Recyceltes Material weise im Gegensatz zu glasfaserverstärkten Compounds nur einen minimalen Verlust von mechanischen Eigenschaften auf, und auch der Verschleiß der Produktionsanlage soll in allen Produktionsphasen geringer sein. Die ersten Testergebnisse würden nahe legen, dass die Verwendung von Hyperform HPR-803 statt Talkum oder Glasfaser Energieeinsparungen ermöglichen würden. Hyperform HPR-803 kann direkt von Milliken in Pulverform bezogen werden und lässt sich beim Compoundieren über eine seitliche Dosierstation einbringen. Weitere Informationen: chemical.milliken.com |
Milliken Europe BVBA, Gent, Belgien
» insgesamt 34 News über "Milliken" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Syntech Plastics: Übernahme des Geschäftsbetriebs der VBI Plastics
Spectrix + voestalpine: Additive Formeinsätze verkürzen Zykluszeit um 28 Prozent
Borouge: Kapazitätsausbau für mechanisch recycelte Polyolefine
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Amis: Zerkleinerungssysteme für Spritzguss- und Blasformabfälle
Meist gelesen, 10 Tage
Westlake: Aus für PVC-Werk von Vinnolit in Köln
Syntech Plastics: Übernahme des Geschäftsbetriebs der VBI Plastics
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Spectrix + voestalpine: Additive Formeinsätze verkürzen Zykluszeit um 28 Prozent
Leuna-Polyamid: Insolvenzverfahren eröffnet - Geordnete Stilllegung der Anlagen eingeleitet
Borouge: Kapazitätsausbau für mechanisch recycelte Polyolefine
Meist gelesen, 30 Tage
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Ernst Jäger Kunststoffverpackung: Insolvenzverfahren nach Sanierung in Eigenverwaltung aufgehoben
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
Westlake: Aus für PVC-Werk von Vinnolit in Köln
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Mocom: Dirk Sadowski übernimmt CEO-Position
Schütz: Neues IBC-Werk am BASF-Standort Ludwigshafen soll 2027 in Betrieb gehen
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| "Dichten. Kleben. Polymer." - Ausgabe 2026
|