| 17.11.2010, 06:35 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() ![]() Mit Hilfe einer neuen Composit-Technologie haben Faurecia, BASF und PMC eine Automobilsitzlehne entwickelt, die fast kein Metall und nur noch wenig Schaum oder zusätzliche (Textil-)Verkleidung enthält. Im Einsatz sind eine neue Ultramid®-Type aus dem Polyamid-Sortiment der BASF und das breit einsetzbare Simulationsinstrument ULTRASIM™, mit dem das Crashverhalten vorhergesagt wird und das speziell für die Simulation von Endlosfaser-Materialien angepasst wurde. - (Foto: Faurecia/BASF). Neuer Kunststoff – neue Technologie – neuer Sitz Die BASF hat nach eigenen Angaben eigens für dieses Projekt eine neue Ultramid®-Type (PA) entwickelt. Mit Hilfe der neuen Technologie wird die bestehende Metallstruktur durch eine einteilige Kunststoffkomponente ersetzt, die gleichzeitig die Menge an Schaum und Verkleidung deutlich reduziere. Der Sitz sei etwa 20 % leichter als herkömmliche Fahrzeugsitze, 30 mm dünner und trage damit deutlich zum Leichtbau bei. Der Kunststoffsitz nutzt die Möglichkeiten, die das Material bietet und kombiniert Komfort mit einem modernen dünnwandigen und hochwertigen Design, das höhere gestalterische Freiheit gestattet und zu einem verbesserten Raumgefühl führt, heißt es weiter. Die Besonderheit der Sitzlehne sind thermoplastische Endlosfasertapes, die in einem zweiten Schritt mit Ultramid® umspritzt werden. Die hier eingesetzte neue Polyamid-Variante der BASF verfügt durch ihr speziell eingestelltes mechanisches Verhalten über eine maßgeschneiderte Eigenschaft für die Kombination mit den Endlosfaserstrukturen. Mit viel CAE-Know-how In diesem Projekt treffen Material- und Technologie-Expertise mit dem Know-how für Sitzkonstruktion und -fertigung zusammen. Wie bei anderen anspruchsvollen Automobilbauteilen aus Kunststoff sei auch bei der Endlosfaserverstärkung die Simulierbarkeit des Crashverhaltens der erste Schritt eines Entwicklungsprozesses. Hier konnte die BASF Faurecia mit ihrem Simulationsinstrument ULTRASIM™ unterstützen, das eigens zu diesem Zweck um die Materialdaten von Endlosfaserhalbzeugen erweitert wurde und so auch das Crash-Verhalten von Bauteilen mit sehr hohem Fasergehalt und hoher Faser-Anisotropie zuverlässig vorhersagen könne. Der Sitz stellt den weiteren Angaben zufolge einen Durchbruch in der Konstruktion von Leichtbausitzen dar und sei reif für die Serienproduktion. „Die neue Technologie der BASF half uns dabei, unser Sitzkonzept zur nächsten Fahrzeugsitzgeneration hin zu entwickeln.“, sagt Thilo Ludewig, Leiter Forschung und Entwicklung bei Faurecia. Das neue Verfahren lasse sich auch bei anderen Bauteilen einsetzen. Über Faurecia Faurecia ist einer der weltweit größten Automobilzulieferer und in vier Hauptarbeitsfeldern tätig: Fahrzeugsitze, Emissionssteuerungstechnologie, Interieur-Systeme und Automobil-Exterieur. Im Jahr 2009 betrugen die Pro-Forma-Umsätze der Gruppe 11,3 Milliarden Euro, einschließlich Emcon Technologies und Plastal Germany. Das Unternehmen beschäftigt 62.000 Mitarbeiter in 32 Ländern, an 200 Standorten und in 33 Entwicklungszentren. Faurecia ist bei NYSE Euronext Paris gelistet. Über Performance Materials Corp Performance Materials Corporation (PMC) entwickelt und produziert innovative CFRT®-Materialien und -Komponenten (Continuous Fiber Reinforced Thermoplastics: Endlosfaserverstärkte Thermoplaste). Diese compoundierten Materialien bieten hohe Festigkeit und Steifigkeit und verbessern die Leistungsfähigkeit von Strukturbauteilen in vielen Anwendungen. Das Privatunternehmen PMC beschäftigt sich in seinen Geschäftseinheiten mit Basismaterialien sowie mit Produkten für die Industrie-, Medizin-, Freizeit-, IT- und Fahrzeug-Branche. Weitere Informationen: www.basf.com, www.faurecia.com |
BASF SE, Ludwigshafen
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