| 29.11.2010, 06:30 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der ungarische Kunststoffverarbeiter TiszaTextil übernimmt den insolventen estnischen Hersteller von Verpackungsmaterialien Üritus. Wie TiszaTextil-CEO Zsolt Vágó der Presse mitteilte, wird Üritus an ihrem Standort im nordostestnischen Kohtla-Järve weiter produzieren, allerdings als eigenständiges Tochterunternehmen unter dem neuen Namen TiszaTextil Eesti (TTE). Mit der Akquisition verstärkt TiszaTextil ihre Positionen auf dem Markt für FIBC-Transportbehälter (Flexible Intermediate Bulk Container). Die 1992 gegründete Üritus begann im Jahr 1993 mit der Herstellung von FIBC-Containern aus Polypropylen (PP) mit einem Fassungsvermögen von 500-1.500 kg, in denen vor allem Schüttgut wie Kunstdünger, Getreide, Futtermittel und Baustoffe gelagert und transportiert werden kann. Zuletzt erreichte die Gesellschaft eine Produktionskapazität von über 1 Mio. FIBC-Säcken pro Jahr. Die 1991 gegründete TiszaTextil mit Sitz im ostungarischen Tiszaújváros befindet sich in österreichischem Besitz und stellt aus jeweils 3.000 t Polypropylen- bzw. Polyethylen-Granulat (PE) im Jahr verschiedene Produkte her. Zu den PP-Produkten gehören u.a. FIBC-Gewebe, Dachfolien, Säcke sowie Abdeckfolien für die Landwirtschaft, aus PE stellt TiszaTextil Schläuche und Säcke her. Von FIBC-Säcken produziert das Unternehmen etwa 1,2 Mio. pro Jahr, die vor allem auf dem nordeuropäischen Markt vertrieben werden. Im Jahr 2007 hatte die Gesellschaft die französische Nordenia France Chaumont übernommen, die seitdem unter dem Namen TiszaTextil Packaging als eigenständiges Tochterunternehmen weitergeführt wird. Etwa zwei Drittel der Produkte von TiszaTextil werden exportiert. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Gesellschaft mit 250 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,4 Mrd. HUF (8,7 Mio. EUR). Weitere Informationen: www.tiszatextil.com Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Ungarn
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