| 08.12.2010, 14:53 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Volumen-Hologramme erlauben die Darstellung dreidimensionaler Bilder und dürften bald in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens zu finden sein. Sie vermitteln nicht nur faszinierende optische Eindrücke, sondern können auch zum Beispiel für die fälschungssichere Ausstattung von Ausweisen und Dokumenten eingesetzt werden. Darüber hinaus ergeben sich für die Zukunft Perspektiven für Anwendungen vom Markenschutz über elektronische Displays bis zum dreidimensionalen Fernsehen – ohne Einsatz von 3D-Brillen. Eine Herausforderung war bisher jedoch die Verfügbarkeit geeigneter Materialien für die Massenproduktion, zum Beispiel der dafür benötigten lichtempfindlichen Substanzen. Bayer MaterialScience entwickelt so genannte Photopolymere, in die durch Belichtung mit Laserstrahlen die holografischen Informationen "eingeschrieben" und anschließend auf verschiedene Weise sichtbar gemacht werden können. Die aktuellen Entwicklungen konzentrieren sich laut Bayer MaterialScience vor allem auf den Einsatz der Photopolymere in lichtempfindlichen Folien, die dann das Licht umlenken oder sichtbare Bilder aus einfallendem Licht formen können. Unter dem Namen Bayfol® HX werde zurzeit die Markteinführung der ersten Produktvarianten vorbereitet. Im Gegensatz zu bisher verfügbaren Materialien müssten die Photopolymer-Folien nach der Belichtung nicht mehr chemisch oder thermisch nachbehandelt zu werden und seien deshalb für eine effiziente Massenherstellung von Volumen-Hologrammen geeignet. Über Anwendungen in den Bereichen Sicherheitskarten und Markenschutz hinaus arbeiten die Entwickler bei Bayer MaterialScience gemeinsam mit Partnerfirmen an Lösungen für eine farbgetreue Wiedergabe von 3D-Bildern und eine gezielte Lichtlenkung. "Die Folien haben das Potenzial, bei neuen Technologien zum Beispiel für zukünftige 3D-Displays oder in energieeffizienten Lichttechnologien wie LEDs zum führenden Material für das Lichtmanagement zu werden", sagt Dr. Thomas Fäcke, Leiter des Forschungsbereichs Holografie bei Bayer MaterialScience. Aufgrund der hervorragenden Eigenschaften sollen sich damit auch holografisch-optische Bauelemente (HOE) erzeugen lassen, die die optischen Funktionen von Linsen, Spiegeln und Prismen in einer dünnen Folie ersetzen oder gar miteinander kombinieren können. Unter Leitung von Dr. Friedrich-Karl Bruder seien bei Bayer MaterialScience umfangreiche Forschungsarbeiten an Photopolymeren durchgeführt worden, die nach Angaben des Unternehmens einen entscheidenden Fortschritt für die industrielle Nutzung der Volumen-Holografie bedeuten. Er wurde dafür im vergangenen Jahr mit dem nordrhein-westfälischen Innovationspreis ausgezeichnet. |
Bayer MaterialScience AG, Leverkusen
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