| 20.12.2010, 06:55 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Geringere Belastungen für ältere Wechselschichtler, ein erleichterter Wiedereinstieg für langfristig erkrankte Mitarbeiter und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen für die Beschäftigten: Mit diesen drei Schwerpunkten setzt Bayer den Tarifvertrag "Lebensarbeitszeit und Demografie" in die Praxis um. Das Unternehmen begegnet damit den Herausforderungen des demographischen Wandels, der mit einer längeren Lebensarbeitszeit, zunehmend älter werdenden Belegschaften und einem geringeren Angebot von Nachwuchskräften verbunden sein wird. "Wir fühlen uns der Vorbeugung von Krankheiten und der Verbesserung der persönlichen Lebensqualität besonders verpflichtet. Mit den beschlossenen Maßnahmen investieren wir daher nachhaltig in die Gesundheit unserer Beschäftigten", erklärt Bayer-Personalvorstand und Arbeitsdirektor Dr. Richard Pott. Nutzung des Demografiefonds zur Belastungsreduktion und Gesundheitsvorsorge Bayer stellt für den tarifvertraglich vereinbarten Demografiefonds jährlich etwa 4,8 Millionen Euro zur Verfügung. Verteilt werden die Gelder gemäß den Bestimmungen des Tarifvertrags über ein Langzeitkonto, das ausschließlich der Maßnahmenfinanzierung dient. Um geeignete Programme zu entwickeln, gab es zuvor umfangreiche demografische Analysen sowie eine ausführliche Mitarbeiterbefragung. Tarifvertrag: "Lebensarbeitszeit und Demografie" Über die Verwendung der Mittel und die verschiedenen Handlungsfelder haben Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat jetzt eine Vereinbarung abgeschlossen. Diese tritt Anfang 2011 in Kraft und gilt für insgesamt 21.000 Tarifbeschäftigte und Leitende Mitarbeiter der Bayer-Teilkonzerne und Servicgesellschaften sowie der Bayer Holding und der Pallas AG in Deutschland. "Die breit angelegte Gesundheitsförderung und die gezielte Belastungsreduktion für besonders beanspruchte Mitarbeitergrupppen tragen dazu bei, die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zu erhalten und die absehbare Verlängerung der Lebensarbeitszeit im Interesse der Mitarbeiter zu gestalten", hob Thomas de Win, Vorsitzender des Bayer-Gesamtbetriebsrats hervor. Er unterstrich, dass beide Seiten sich darüber einig seien, dass vor dem Hintergrund des demografischen Wandels die Beschäftigung von fachlichem Nachwuchs einen hohen Stellenwert bei der Personalplanung habe. Einen großen Teil der finanziellen Mittel will das Pharma- und Chemieunternehmen für besonders belastete Mitarbeiter einsetzen. So haben Wechselschichtler ab 55 Jahre einen Anspruch auf bis zu 20 schichtfreie Tage pro Jahr, die gleichmäßig über 12 Monate hinweg zu nehmen sind. Die verringerte Arbeitszeit der älteren Arbeitnehmer schafft gleichzeitig Spielräume für den Einsatz jüngerer Mitarbeiter oder für zusätzliche Übernahmen aus der Ausbildung. Beschäftigte, die mindestens 120 Tage ohne Unterbrechung erkrankt waren, können im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements 80 zusätzliche freie Arbeitsstunden beanspruchen. Diese Maßnahme soll in den ersten drei Monaten des Wiedereinstiegs die vollständige Genesung unterstützen und die schrittweise Rückkehr ins Arbeitsleben erleichtern. Damit die Mitarbeiter ihre persönliche Gesundheitsvorsorge aktiv verbessern können, wird ihnen eine medizinische Vorsorgeuntersuchung angeboten. Ihr Umfang geht über die bestehenden Möglichkeiten der gesetzlichen Krankenkassen hinaus. Der Gesundheitscheck kann alle drei Jahre wiederholt werden und erfolgt während der Arbeitszeit. Die ärztliche Schweigepflicht und der Datenschutz werden uneingeschränkt garantiert. Finanziert wird die Gesundheitsförderung der Tarifbeschäftigten mit Mitteln des Demografiefonds. Bei den Leitenden Mitarbeitern übernimmt Bayer die Kosten. Dies wird so bereits seit vielen Jahren auch für die Gruppe der Leitenden Angestellten praktiziert. Weitere Informationen: www.bayer.de |
Bayer AG, Leverkusen
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