| 17.02.2011, 06:03 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Vor genau 2 Jahren hat Prof. Dr.-Ing. M. Koch die Stiftungsprofessur Kunststofftechnik an der TU Ilmenau in der Fakultät Maschinenbau angetreten (Siehe auch plasticker-News vom 5.2.2009). Seitdem erfreuen sich die neu angebotenen Fächer der Kunststofftechnik bei den Studenten großen Interesses. Immerhin ist die Fakultät Maschinenbau gemessen an den ca. 1.300 Studierenden und Drittelmitteleinwerbungen stärkste Fakultät der TU Ilmenau, bei der jedes Jahr 120 Studenten im Studiengang Maschinenbau mit dem Master-Abschluss abschließen. Bisher war der Abschluss in 5 Vertiefungsrichtungen (Konstruktion, Feinwerktechnik und Optik, Produktionstechnik, Mess- und Sensortechnik, Thermo- und Fluiddynamik) möglich. Mit dem Beschluss des Senates zur Anpassung der Studienordnung vom Anfang Februar wird nun eine neue Master Vertiefungsrichtung Kunststofftechnik mit dem Sommersemester 2011 eingerichtet. Damit findet sich die TU Ilmenau in bester Gesellschaft der nur 5 Universitäten in Deutschland, die einen spezifischen Abschluss des Maschinenbaustudiums mit einer Vertiefung in der Kunststofftechnik anbieten. „Es freut uns außerordentlich, dass dieser wichtige Schritt gelungen ist, um dem Interesse und dem großen Bedarf der Kunststoffindustrie an einer einschlägigen universitären Ausbildung in Thüringen gerecht werden zu können“, betont Prof. Koch, und weiter: „Dabei ist besonders motivierend, dass bereits die Studenten im Bachelorstudium mit großer Begeisterung das neue Lehrangebot (Grundlagen, Leichtbautechnologie, Kunststoffmaschinen, Anwendungen) annehmen: die vorbereitenden Wahlfächer dort sind mit 40 bis zu 100 Studenten besucht!“ Das lässt erwarten, dass eine neue Quelle von hochqualifizierten Ingenieuren entsteht, die einschlägig in der Kunststofftechnik zum Master (gleichwertig dem ehemaligen Diplom) ausgebildet sind. Auch ein Einstieg als Bachelor von einer anderen Hochschule ist bei diesem Studiengang an der Campus Universität in Ilmenau möglich. Das 3 semestrige Masterstudium im Maschinenbau an der TU Ilmenau setzt mit der neuen Vertiefungsrichtung die Schwerpunkte in der Verfahrens- und Maschinentechnik zur Kunststoffverarbeitung. Werkstoffe, Extrusion, Spritzgießen, Blasformen und Faserverbundtechnik werden im Pflichtbereich abgedeckt. Im Wahlbereich kann neben anderen Schwerpunkten auch die methodische Kompetenz der Produktentwicklung betont werden. Ergänzt werden die Wahlfächer sowohl durch die hervorragenden Fächerkataloge der Fakultät Maschinenbau, als auch durch hochkarätige Experten aus Industrie und Forschung für kunststofftechnische Spezialthemen. Das An-Institut der TU Ilmenau in Rudolstadt, das Thüringer Institut für Textil- und Kunststoffforschung, unterstützt die Aktivitäten mit Lehrveranstaltungen und Praktika, wo die Ressourcen und Einrichtungen des neuen Fachgebietes Kunststofftechnik noch nicht ausreichend sind. Aber nicht nur Vorlesungen ergänzt durch Übungen und Praktika sind zu absolvieren, sondern auch Projektarbeiten in studentischen Teams sowie andere Arbeiten, die die Forschungsgebiete des Fachgebietes unterstützen, z.B. bei der Energieeffizienz in der Kunststoffverarbeitung, der Maschinenauslegung, dem Leichtbau, der Funktionsintegration intelligenter Kunststoffbaugruppen, der PET Technologie und auch bei Verbundprojekten mit Industrieunternehmen. Dabei stehen auch interdisziplinäre Aspekte anderer Kompetenzfelder, z.B. der Fahrzeugtechnik, im Fokus der Arbeiten, ebenso wie das Bemühen neue Erkenntnisse in die Lehre einzubinden. Die industriellen Stifter der Stiftungsprofessur, die Firmen Grafe Color (Blankenhain), OMPG (Rudolstadt), PVT (Ohrdruf) und Schmuhl (Liebschütz) sowie das Branchencluster Polymermat e.V. (Jena), sind hoch erfreut über die Entwicklung. „Genau das haben wir uns mit der Stiftungsprofessur gewünscht!“ unterstreicht Dr. Bauer von der OMPG. Weitere Informationen: www.tu-ilmenau.de, www.tu-ilmenau.de/kute |
Technische Universität Ilmenau, Fakultät für Maschinenbau, Fachgebiet Kunststofftechnik, Ilmenau
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