| 12.05.2011, 06:08 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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"Bei allen wesentlichen Indikatoren verzeichnen wir für 2010 eine positive Entwicklung", startet ARA Vorstand Dr. Christoph Scharff seinen Rückblick auf das vorangegangene Geschäftsjahr. So verbuchte die ARA Altstoff Recycling Austria AG, Österreichs führendes Verpackungssammelsystem, im vergangenen Jahr einen neuen Rekord: Insgesamt seien 835.000 t Verpackungen aus Papier, Glas, Kunststoff, Metallen und Holz erfasst worden. Das sind um 1,3% mehr als im Vergleichsjahr 2009 (824.000 t). Der größte prozentuelle Zuwachs findet sich bei den Kunststoffverpackungen mit 4,5 %. Auch Papier (0,6 %) und Glas (0,8 %) verzeichnen Steigerungen, während Metall mit -0,5 % leicht rückgängig ist. Zuwachs vor allem bei Haushaltssammlung Die Haushalte trugen mit 504.000 t (2009: 499.000 t) am stärksten zu diesem Sammelerfolg bei. Das entspricht einem Plus von knapp 1 % und zeigt, dass trotz des hohen Sammelniveaus noch immer Steigerungen möglich sind. Im bundesweiten Durchschnitt sammelte jeder Einwohner 116,8 kg Verpackungen inkl. Drucksorten getrennt und erreichte 2010 damit einen Wert, der mit 0,2 % oder 0,2 kg knapp über dem des Jahres 2009 liegt. Die Industrie- und Gewerbesammlung konnte um rund 2% gegenüber 2009 zulegen. Insgesamt 331.000 t Verpackungen wurden in diesem Bereich erfasst. (2009: 325.000 t.) Verwertung zu 86 % stofflich Wie die ARA weiter mitteilt, seien von den 835.000 t erfassten Materialien 785.000 t Verpackungen verwertet wurden. Die Differenz ergebe sich aus anderen Abfällen und Müll. 86 % oder 675.000 t seien stofflich, 110.000 t als Ersatzbrennstoff energetisch verwertet worden. Dichtes, österreichweites Sammelnetz Ein Erfolgsfaktor des österreichischen ARA Recycling Systems liegt nach eigenem Bekunden in einer hoch ausgebauten Sammelinfrastruktur. Die ARA habe auch 2010 wieder rund 60.000 neue Sammelbehälter aufgestellt und damit das Sammelnetz weiter verdichtet. Bundesweit stünden damit rund 1,5 Millionen Sammelbehälter zur Verfügung, darüber hinaus seien 1,4 Millionen Haushalte an die Sacksammlung mit dem Gelben Sack angeschlossen. Österreich auch europaweit an der Spitze Wie eine kürzlich veröffentlichte Eurobarometer-Umfrage* der Europäischen Kommission ergeben habe, trennen 97% der Bevölkerung ihre Abfälle. Damit liege Österreich gleichauf an der Spitze mit Luxemburg, Deutschland und Slowenien und 8 %-Punkte über dem EU-Durchschnitt. *Flash Eurobarometer, European Commission, „Attitudes of Europeans towards resource efficiency“, March 2011 Klimaschutz und Urban Mining: Gut entsorgt ist gut versorgt "Es freut mich zu sehen, dass die österreichischen Haushalte wie auch die Gewerbe- und Industriebetriebe heuer erneut Sammelrekorde aufgestellt haben und damit unsere Umwelt schützen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: 2010 konnten mehr als 620.000 t CO2-Äquivalente durch das Verpackungsrecycling eingespart werden. Was viele noch unterschätzen: Die Verpackungssammlung ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Ressourcenbasis der österreichischen Wirtschaft. Unsere Sammelbehälter sind eine wertvolle Rohstoffquelle, da die ARA zu 95% im Inland verwerten lässt", erläutert Scharff. Gestiegene Einnahmen – gesunkene Tarife "Nach dem Einbruch der Rohstoffmärkte 2008 und 2009 haben sich die Marktpreise wieder erholt. Diese Vorteile haben wir in Form von Tarifsenkungen rasch an unsere Kunden weitergegeben", freut sich ARA Vorstand Ing. Werner Knausz. Für 2010 verbuchte die ARA Lizenzeinnahmen in Höhe von 180,2 Mio. € (2009: 161,2 Mio. €). Dabei spielte vor allem die notwendige Tarifanpassung im zweiten Halbjahr 2009 zur Sicherstellung der Entsorgungs- und Entpflichtungsleistungen eine maßgebliche Rolle. Aber auch die aktuelle Konjunkturerholung mit Zuwächsen unter anderem im Lebensmittelbereich und im Gewerbe wirkten sich positiv auf die Einnahmen aus. "Unser Auftrag als Non-Profit-Unternehmen im Dienst der Wirtschaft ist es, unseren Kunden nachhaltig günstige Tarife zu bieten. Durch die Weiterführung unseres umfassenden Sparprogrammes und die Stabilisierung auf den Rohstoffmärkten waren wir erfreulicherweise Weise in der Lage, die gewonnenen Preisvorteile seit Jahresbeginn 2011 bereits in zwei Tarifsenkungen einfließen zu lassen", erklärt Knausz. Zurzeit betragen die durchschnittlichen Lizenzierungskosten für eine Tonne Verpackungsmaterial laut ARA 146 €/t und liegen damit um rund 13 % unter dem Vergleichswert 2010. Marktführerschaft Akquisitionen brachten der ARA nach eigenem Bekunden rund 850 Verträge mit Neukunden. 2010 hätten insgesamt 15.231 Kunden ihre Verpackungen bei der ARA lizenziert, die damit unangefochten das führende Verpackungssammelsystem Österreichs sei. 73 % davon sind österreichische Unternehmen. Ausblick 2011 Für 2011 rechnet die ARA mit Lizenzeinnahmen von 159 Mio. €. Das liegt deutlich unter den Einnahmen 2010 und ist das Ergebnis der deutlichen Tarifsenkungen mit 1.1.2011 und 1.7.2011. Die ARA hat angekündigt in diesem Jahr plangemäß im Wege von Ausschreibungen die Aufträge für die Sammlung und Sortierung von Leicht- und Metallverpackungen zu vergeben. Damit nutzte die ARA nicht nur den Wettbewerb unter den Entsorgungsunternehmen, sondern erfülle auch ihre Zusage gegenüber der EU Kommission, GD Wettbewerb, Leistungen in einem wettbewerblichen Verfahren zu vergeben. Besonderen Wert lege die ARA dabei auch auf die ökologischen Aspekte der Abfalllogistik. Technische Anforderungen an den Fuhrpark würden somit noch stärker als in der Vergangenheit in die Bewertung einfließen. "Zum Zuge kommen werden Unternehmen, die durch ihre Qualität, Zuverlässigkeit und Effizienz überzeugen. Damit sichert die ARA nicht nur heimische Wertschöpfung und damit tausende Arbeitsplätze, sondern auch die nachhaltig günstigsten Tarife für unsere Kunden", so Knausz abschließend. Weitere Informationen: www.ara.at |
Altstoff Recycling Austria AG, Wien, Österreich
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