| 04.07.2011, 06:05 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Am 6. und 7. September 2011 ist es wieder soweit: Experten aus Politik und Wissenschaft, Verwertungsbranche und Kunststoffindustrie diskutieren beim zweitägigen Kolloquium von Fraunhofer UMSICHT und BKV in Krefeld aktuelle Fragen rund um Ressourcenwirtschaft und Kunststoffrecycling. 2011 ist für Verwerter und Abfallpolitiker gleichermaßen ein besonderes Datum: Vor 20 Jahren trat die deutsche Verpackungsverordnung in Kraft. Seither gehen die Meinungen über das duale System weit auseinander. Für die einen wurden mit der Verpackungsverordnung in Deutschland die Weichen für eine effiziente Kreislaufwirtschaft gestellt, für andere ist das deutsche System zur Getrenntsammlung von Verpackungsabfällen vor allem ein kostspieliger Sonderweg. Wie die Umweltpolitik heute dazu steht, beleuchtet in seiner Keynote gleich zu Beginn Dr. Thomas Rummler, Abfallexperte im Bundesumweltministerium. Wertstoffe werden lokal gesammelt, aber global gehandelt. Im ersten Themenblock widmen sich Insider aktuellen Aspekten der modernen Ressourcenwirtschaft: Wie versorgt sich ein Konzern wie die BASF eigentlich mit den notwendigen Rohstoffen? Wie autark oder wie abhängig von Rohstoffimporten ist Deutschland? Und was ist dran an der Behauptung, dass viele Wertstoffe aus deutschen Abfällen nach China abwandern? Die Rohstoffsicherung im nationalen und im internationalen Kontext ist auch Thema der Podiumsdiskussion am ersten Tag, bei der Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Industrie zu Fortschritten, aber auch Misserfolgen Stellung nehmen. Der zweite Themenblock ist ganz der Wertstofftonne gewidmet. Die Ergebnisse der Planspiele und deren Konsequenzen für die Kunststoffverwertung erläutern Agnes Bünemann von der Cyclos GmbH (Osnabrück) und Dr. Joachim Christiani von der HTP Ingenieurgesellschaft aus Aachen. Dr. Dirk Textor, Vorsitzender des Fachverbands Kunststoffrecycling im Bundesverband für Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse), beurteilt, ob die neue Tonne für Recycler und Verwerter lukrative Geschäfte verspricht. Weitere Themen des Blocks: Welche Erfahrungen macht Hannover mit der „O-Tonne“? Welche Bedeutung hat die Wertstofftonne für die Kunststoffindustrie? Kunststoffrezyklate hatten in den vergangenen 20 Jahren immer wieder mit schlechtem Image zu kämpfen. Der zweite Tag beginnt daher mit einer spannenden Keynote: „Der lange Weg zum guten Image.“ Kommunikationsexperte Prof. Dr. Hans Scheurer gibt Einblick in das Einmaleins einer gelungenen Kommunikation über ein nicht immer geliebtes Material. Die Vorträge am Vormittag des zweiten Tages folgen der Wertschöpfungskette – Experten präsentieren knapp und pointiert Status Quo und Trends bei Sortierung, Verwertung, Compoundierung und dem Einsatz von Rezyklaten. 20 Jahre Verpackungsverordnung und duales System sind nicht nur Anlass für Rückschau, sondern ebenso für Visionen. Der letzte Vortragsblock am zweiten Tag bündelt einige der vielversprechendsten Strategien für die Ressourcenschonung der Zukunft. Dazu gehören neue politische Rahmenbedingungen für die Abfallverwertung, über die Umweltpolitiker in Brüssel derzeit nachdenken. Dazu gehört der Kampf gegen die Vermüllung der Meere durch Kunststoffabfälle (Marine Litter), aber auch die Synthese von Polymeren aus Kohlendioxid und das Beispiel eines Entsorgungskonzerns, das zeigt, wie ein Unternehmen durch Recycling schon heute erhebliche Mengen an Treibhausgasen einsparen kann. Kolloquium Zukunft Kunststoff-Verwertung 2011, 6.-7.9.2011, Krefeld Programm und Anmeldung unter: www.umsicht.fraunhofer.de, www.bkv-gmbh.de |
Fraunhofer UMSICHT + BKV, Oberhausen + Frankfurt
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