| 10.08.2012, 06:01 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat sein Wachstum im zweiten Quartal fortgesetzt. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent auf 362 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs um 8,1 Prozent auf 2,42 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs vor allem aufgrund von Währungseffekten und Preissteigerungen. In allen Segmenten seien höhere Rohstoffkosten vollständig in den Markt weitergegeben. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 14,9 Prozent auf Vorjahresniveau. Der Konzerngewinn sank aufgrund von Umbaumaßnahmen im Segment Performance Chemicals um drei Prozent auf 176 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber Ende 2011 um 14,7 Prozent auf rund 1,74 Milliarden Euro. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit lag im Berichtsquartal bei -49 Millionen Euro. Ein Grund dafür sei unter anderem eine geschäftsbedingt erhöhte Mittelbindung im Working Capital. In den Regionen weist Lanxess unterschiedliche Entwicklungen aus: Asien-Pazifik erzielte ein Umsatzplus von knapp 24 Prozent auf 608 Millionen Euro und damit einen Anteil am Gesamtumsatz von 25 Prozent. Stark präsentierte sich das Segment Performance Polymers mit einer deutlich zweistelligen Wachstumsrate. Starke Impulse in der Region kamen unverändert aus China, wo der Umsatz um 31 Prozent zulegte. In der Region Nordamerika verbesserte der Konzern seinen Umsatz um über 19 Prozent auf 439 Millionen Euro. Der Anteil am Gesamtumsatz betrug 18 Prozent. Alle Segmente wiesen Zuwachsraten im niedrigen einstelligen Bereich auf. Maßgeblich für die Entwicklung der Region waren die USA. In Lateinamerika stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um knapp 8 Prozent auf 331 Millionen Euro und entsprach damit unverändert 14 Prozent des Konzernumsatzes. Das für die Region bedeutendste Land war wieder Brasilien. EMEA (Europa ohne Deutschland, Mittlerer Osten, Afrika) blieb mit 27 Prozent Anteil am Konzernumsatz die stärkste Region. Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr um gut zwei Prozent auf 650 Millionen Euro zurück. Diese Entwicklung betraf vor allem Italien und Spanien. Russland hingegen verzeichnete ein Wachstum. In Deutschland ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um knapp vier Prozent auf 396 Millionen Euro zurück. Das waren rund 16 Prozent des Konzernumsatzes. Der Umsatz in den fünf BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) nahm gegenüber Vorjahr um gut 14 Prozent auf 597 Millionen Euro zu. Das waren fast 25 Prozent des Konzernumsatzes. Das Segment Performance Polymers steigerte den Umsatz im zweiten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahr um gut 11 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro. Steigende Rohstoffkosten, besondere für Butadien und Isobutylen, wurden durch Preiserhöhungen zeitnah in den Markt weitergegeben worden. Einen wichtigen Umsatzbeitrag leisteten zudem ein positiver Portfolioeffekt aus der Akquisition des Keltan-EPDM-Geschäfts sowie vorteilhafte Währungseinflüsse. Die Region Asien/Pazifik erwies sich als besonders starker Wachstumstreiber. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um gut 12 Prozent auf 257 Millionen Euro. Unterstützt von einer starken Nachfrage nach Agro-Chemikalien stieg der Umsatz im Segment Advanced Intermediates im zweiten Quartal um ein Prozent auf 399 Millionen Euro. Der Umsatz des Segments Performance Chemicals wuchs im Jahresvergleich um gut 4 Prozent auf 585 Millionen Euro. Lanxess geht für das Geschäftsjahr 2012 weiterhin von einer typischen Saisonalität aus. Der Konzern erwartet somit ein Verhältnis der EBITDA-Beiträge des ersten Halbjahres zum zweiten Halbjahr 2012 von etwa 60:40. Für die zweite Jahreshälfte wird angesichts zunehmender Herausforderungen nicht mit einer darüber hinausgehenden Dynamik gerechnet. In Europa sieht das Unternehmen bedingt durch die Euro-Schuldenkrise weiterhin eine nur schwache wirtschaftliche Entwicklung. Für Asien und Lateinamerika geht der Konzern von moderatem Wachstum aus. In den USA dürfte das Wachstum anhalten, gegebenenfalls mit einer leichten Abschwächung. Die Kosten für Rohstoffe und Energie werden in der zweiten Jahreshälfte anhaltend volatil erwartet. An Investitionen sind 650 bis 700 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2012 geplant. „Wir vergleichen uns mit einem sehr guten Vorjahr 2011 und sind mit unserem starken zweiten Quartal auf dem Weg zu einem noch besseren Jahr 2012“, fügte Heitmann zu. (Quelle: Lanxess AG) Weitere Informationen: lanxess.com |
Lanxess AG, Leverkusen
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