| 31.08.2012, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der ungarische Hersteller von Vinyl- und Holzfußböden Graboplast hat an seinem Standort in der westungarischen Stadt Tatabánya mit der Errichtung eines neuen Recyclingwerks begonnen. Wie ungarische Medien berichten, sollen hier künftig die Abfälle der Graboplast-Fertigungsstandorte in Győr und Tatabánya wiederverwertet werden. Bei einer Verwertungskapazität von 1.200-1.500 t PVC im Jahr kann damit der Grundstoffbedarf des Unternehmens um 6-8% verringert werden, ohne dass sich dabei die Eigenschaften des Produkts verändern. Nach den Worten von Graboplast-CEO Péter Jancsó liegt dem Recyclingprozess eine vom Unternehmen patentierte Technologie zugrunde. Dabei werden die Produktionsabfälle mit einem speziellen Mahlverfahren zerkleinert, dann mit flüssigem Stickstoff auf -100 °C abgekühlt und anschließend zu einem Pulver zermahlen, worauf dieses Pulver zwischen die Schichten der neuen Böden gestreut wird. Der Investitionsaufwand für das neue Werk beläuft sich auf 800 Mio. HUF (2,8 Mio. EUR), die mit Mitteln der EU und des ungarischen Staates in Höhe von 310 Mio. HUF (1,1 Mio. EUR) gefördert werden. In dem Werk, das in einer 600 m² großen neuen Halle eingerichtet wird, entstehen 10 neue Arbeitsplätze, die Fertigstellung ist für Februar 2013 geplant. Graboplast mit Sitz in der westungarischen Stadt Győr beschäftigt je nach Produktionsbedarf 550-600 Mitarbeiter. In seinem Stammwerk fertigt das Unternehmen Spezial-Bodenbeläge für die Automobilindustrie, für Krankenhäuser sowie für Ballett- und Sporthallen, im Werk in der ostungarischen Stadt Kecskemét werden Parkett-Böden hergestellt und in Tatabánya vor allem PVC-Böden für Privathaushalte produziert. Für das laufende Jahr rechnet die Gesellschaft, die 92% ihrer Produkte exportiert, mit einem Umsatz von 17 Mrd. HUF (60,1 Mio. EUR). Weitere Informationen: www.graboplast.com Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Ungarn
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