| 08.10.2012, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Verschiedene Technologien bieten sich an, um Kunststoffe mit optisch anspruchsvollen Oberflächen auszustatten. Zur Fakuma 2012 will Pröll die IMD-Technologie (Folienhinterspritztechnik) am Stand zeigen. Eine Spritzgießmaschine von Boy soll Einkaufswagen-Chips inklusive Chiphalter aus PC/ABS fertigen. Die Chips sind beidseitig mit siebgedruckten Folien dekoriert, die eine Handlingeinheit einlegt.Das Zweikomponentensystem Norilux DC 5 wird als verformbarer, abriebfester und chemikalienbeständiger Dual-Cure-Siebdrucklack, ageboten, der auch als Oberflächenschutzlack oder Hard Coat für nicht abriebfeste Folien aus PC, PMMA oder ABS eingesetzt werden kann. Damit lassen sic außerdem Oberflächenbeschichtungen in der der IMD/FIM-Technik erstellen. Die hochglänzende Variante des Dual-Cure Lacks kann auf mattierte Folienoberflächen gedruckt werden, um abriebfeste, transparente Displayfenster zu erzeugen. Mattierte Varianten eignen sich zum Druck auf nicht ausgehärtete, hoch glänzende Hard Coat Folien wie Makrofol HF 278, um auf einem Bauteil matte und glänzende Oberflächen zu kreieren. Die Mattgrade des Dual-Cure Lacks können – in bestimmten Grenzen – kundenindividuell eingestellt werden, eine „anti-microbial“ Variante für medizinische Anwendungen ist ebenfalls lieferbar. Das Lacksystem trocknet zunächst durch Verdunstung der Lösemittel im Jet-Trockner. Vor Weiterverarbeitung der bedruckten Folien ist es notwendig, für eine möglichst vollständige Entfernung der Restlösemittel aus Farbfilm und Folie durch Temperung (Nachtrocknung) zu sorgen. Die bedruckten Folien können nach der Trocknung mit Hochdruck- oder Thermoverformung dreidimensional geformt werden. Anschließend wird die Lackschicht unter UV-Licht ausgehärtet. Die gehärteten Lackschichten zeigen gute Beständigkeiten gegen Abrieb, Chemikalien und Reinigungsmittel. Für besonders edel anmutende Produkte kommt Mirror Ink Gold zum Einsatz, eine neue Spiegelsiebdruckfarbe für den Druck von glänzenden Gold-ähnlichen Oberflächen. Die Farbe wird rückseitig auf transparente Kunststoffplatten und Folien, beispielsweise aus PC oder vorbehandeltes PET gedruckt. Während der Trocknung richten sich die Metall-Pigmente parallel auf der Substrat-Rückseite aus. Durch die transparente Bedruckstoff-Oberfläche betrachtet, bilden die Pigmente eine spiegelähnliche Fläche. Um die Beständigkeit des gedruckten Spiegels zu erhöhen, sollte der Farbfilm mit einem milden Lösemittelsystem oder einer wasserbasierten Siebdruckfarbe überdruckt werden. Nicht geeignete Lösemittelfarben und Verdünner führen zum Erblinden des gedruckten Spiegels. Ebenfalls edel können matte Beschichtungen wirken. Lösemittel- oder wasserbasierte Mattlacke können als verformbare Systeme zum Überdrucken von Tachometeranzeigen aus Polycarbonat dienen. Die bedruckten Folien werden im Thermo- oder Hochdruckverfahren in 3D Form gebracht. Die siebgedruckte Lackoberfläche sei bei beiden Lacken tiefmatt, zeige gute Kratz- und Chemikalienbeständigkeit. Beide Mattlacke werden auch zum Mattieren von transparenten, glänzenden Folien aus PC, vorbehandeltem PET und Hart-PVC eingesetzt. Vor allem der weiche Griff und die tiefmatte Oberfläche überzeugen. Weitere Informationen: www.proell.de Fakuma 2012, Friedrichshafen, 16.-20.10.2012, Halle A1, Stand 1228 |
Pröll KG, Weißenburg
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