| 30.10.2012, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Rund 8,6 Millionen Euro hat Gaplast, Hersteller von Kunststoffverpackungen, in die neue Produktion in Peiting investiert. Das Gebäudekonzept dafür kommt von der Peneder Bau GmbH aus Atzbach und gilt als ein zukunftsweisendes Muster-Projekt für Ressourceneffizienz in der Kunststoff verarbeitenden Industrie. „Viele Unternehmen sind zu wenig über die Potenziale zur Umsetzung von Ressourceneffizienz informiert. Wir wollten deshalb unseren Partnern dieses energieeffiziente Muster-Gebäudekonzept vorstellen und haben gemeinsam mit der Peneder Bau GmbH eine Besichtigung organisiert“, sagt der Leiter des Kunststoff-Clusters DI, (FH) Christian Altmann. Die gesamtheitliche Planung ermöglichte es bei diesem Projekt auf das Thema entlang der gesamten Produktionskette einzugehen. Dabei wurden Stoffströme, Logistikabläufe und die Anforderungen an eine Sauberraumproduktion neu angedacht. Anstatt beispielsweise die gesamte Produktionshalle als Reinraum zu bauen, entwickelte Peneder Bau mit der Partnerfirma STIWA die so genannte „AirShowerBox“. Bei 28 Spritzgussmaschinen installiert wird dadurch das Produkt sofort nach dem Werkzeugauswurf optimal geschützt und gleichzeitig gekühlt, bei minimiertem Energiebedarf. Energieeinsparung und Produktivitätssteigerung ![]() Teilnehmer des österreichischen Kunststoff-Clusters besichtigen den energieeffizienten Gaplast-Neubau in Peiting - (Bild: Clusterland OÖ mbH/Kunststoff-Cluster). Durch die Gebäudeautomation mit Schnittstelle zur Produktion können Raumbedingungen und Energieströme exakt auf die aktuellen Bedürfnisse der Produktion abgestimmt werden. Damit konnten z.B. durch exakte Regelung der Werkzeugkühlung, bei gleichzeitiger Energieeinsparung, die Zykluszeiten der Spritzgussmaschinen reduziert und die Maschinenfähigkeit deutlich erhöht werden. Life-Cycle-Check „Zentrales Element unserer Betrachtung ist der Life-Cycle-Check, durchgeführt am Bestandsbetrieb im Hinblick auf einen Neubau oder auch auf eine Optimierung des Bestandes“, sagt Franz Obermaier von Peneder Bau, der die Projektleitung für diesen Bau innehatte. Der Life-Cycle-Check liefert Antworten auf folgende Fragen:
Das Ergebnis des Life-Cycle-Checks ist ein Gesamtkonzept für Prozess- und Energieoptimierung im Betrieb inkl. Berechnung des Sparpotenziales. Dies sollte in enger Abstimmung mit der architektonischen Planung erfolgen. Weitere Informationen: www.kunststoff-cluster.at, www.gaplast.de, www.peneder.com/bau |
Kunststoff-Cluster, Clusterland Oberösterreich GmbH, Linz, Österreich
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