| 31.10.2013, 06:07 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Das von der EU geförderte HiPerDry-Projekt vereint zwölf Partner aus Industrie und Forschung zur Entwicklung einer neuen Trocknungstechnologie für hygroskopische Kunststoffe. Mithilfe eines neuartigen Ansatzes, welcher Erwärmung mittels Mikrowellen und Konvektionstrocknung mit überhitztem Dampf miteinander verbindet, sollen in Zukunft signifikante Energie- und Zeiteinsparungen bei der Trocknung realisiert werden. Hierbei spielt die Materialschonung wärmeempfindlicher Biokunststoffe eine besondere Rolle. Im Rahmen der K 2013 in Düsseldorf hat nun das Kick-off-Treffen aller beteiligten Partner stattgefunden. Zielstellung des HiPerDry-Projektes ist es, einen signifikanten technologischen und ökonomischen Fortschritt gegenüber dem derzeitigen Stand der Technik in der Granulattrocknung zu realisieren. Innerhalb des dreijährigen Entwicklungsprogramms soll der Bau und Testlauf einer Pilotanlage stattfinden, in welcher das Prinzip der Mikrowellenerwärmung und die Trocknung durch überhitzten Dampf kombiniert werden sollen. Für die neue Anlage wird eine Energieeinsparung von bis zu 50 Prozent im Vergleich zum Status Quo sowie eine deutlich reduzierte Trocknungsdauer bei gleichzeitig verbesserter Materialschonung erwartet. Insbesondere wärmeempfindliche Kunststoffe, allen voran die an Bedeutung gewinnenden Biokunststoffe, sollen dadurch auch ohne das Risiko erhöhter thermischer Schädigung getrocknet werden können. Intereuropäisches Netzwerk aus fünf EU-Mitgliedsstaaten Das Konsortium vereint einige von Europas führenden kunststofftechnischen Industrieverbänden: Asosiación Española de Industriales de Plásticos (ANAIP, ES), Associazione Nazionale Costruttori di Macchine e Stampi per Materie Plastiche e Gomma (Assocomplast, IT), British Plastics Federation (BPF, UK), Plastipolis (FR) und den Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV), vertreten durch dessen Mitgliedsverband TecPart (DE). Zusätzlich wird das Projekt unterstützt durch die Bierther GmbH (DE), welche Trocknungssysteme für Kunststoffe produziert, sowie die Firma Faperin (ES), Hersteller technischer Teile aus Kunststoff für die Automobil- und Elektroindustrie. Die Heckmann Maschinenbau und Verfahrenstechnik GmbH (DE) vervollständigt das Konsortium als Anlagen- und Systemintegrator. Gemeinsam bilden diese Verbände und Firmen aus insgesamt fünf EU-Mitgliedsstaaten ein intereuropäisches Netzwerk zur erfolgreichen Verbreitung und Verwertung der Projektergebnisse. Ziel ist der effiziente Wissensaufbau und -transfer zum Nutzen der gesamten europäischen Kunststoffbranche. So werden Mitgliedsunternehmen bereits in der Projektphase bevorzugt informiert und können so den Vorsprung der neuen Entwicklung frühzeitig nutzen. Mit der dafür notwendigen Forschungs- und Entwicklungsarbeit wurden daher das Fraunhofer Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (DE), die Asociación de Investigación de Materiales Plásticos y Conexas (AIMPLAS, ES), das Institut für Kunststofftechnik (IKT) an der Universität Stuttgart (DE) und der Stichting Dienst Landbouwkundig Onderzoek an der Universität Wageningen (NL) beauftragt. Mit der Entwicklung der neuen Trocknungstechnologie wird zusätzlich eine sozioökonomische Nachhaltigkeitsanalyse einhergehen. Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des siebten EU-Forschungsrahmenprogramms (FP7/2007-2013) unter dem Fördervertrag Nr. 606425 gefördert. Weitere Informationen: www.gkv.de, www.tecpart.de |
GKV-TecPart - Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V., Frankfurt a.M.
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