| 30.03.2006 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Mit großer Sorge reagiert der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (www.bvse.de) auf Informationen, nach denen sich ein neuer Branchenriese im Entsorgungs- und Recyclingmarkt aufstellt. Laut bvse verdichten sich die Hinweise darauf, dass die DSD GmbH an denselben Investmentfonds veräußert werden soll, der bereits Eigentümer der Firmen Sulo/Altvater und Cleanaway ist. Damit würde nach Meinung des bvse eine weitere Fusionswelle die Branche erreichen. „Die Marktkonzentration geht ungebremst weiter“, stellt bvse-Hauptgeschäftsführer Hans-Günter Fischer fest, der weitere wettbewerbsverzerrende Auswirkungen für die mittelständischen Unternehmen und mittelfristig steigende Preise für Gewerbe und Bürger befürchtet. Ein Unternehmen, das als Systemträger marktbeherrschend im Verpackungsbereich wäre und gleichzeitig bundesweit in der Logistik und Aufbereitung aufgestellt sei, sowie über Verbrennungskapazitäten verfüge, würde einen Verdrängungswettbewerb entfachen, dem viele Recycling- und Entsorgungsbetriebe zum Opfer fallen würden. Hunderte von mittelständischen Recycling- und Entsorgungsunternehmen wären mit einem Schlag über die DSD-Verträge quasi Subunternehmer des neuen Branchenriesen. Angesichts der gerade begonnenen neuen DSD-Ausschreibungsrunde sei diese Entwicklung von „extrem hoher Brisanz“. Fischer verwies darauf, dass die neuen Eigentümer im Rahmen der intransparenten Nachverhandlungen und der damit verbundenen Auftragsvergaben ihren Einfluss ausüben könnten. Schon jetzt habe die Sulo/ Altvater/Cleanaway-Gruppe nach bvse-Schätzungen mit rund 25% den größten Anteil an den DSD-Verträgen. Fischer kündigte an, mit allen Mitteln gegen diese mögliche Übernahme anzukämpfen. Der bvse werde alles daran setzen, dass kein großes Entsorgungsunternehmen - direkt oder indirekt - Eigentümerin der im Verpackungsbereich absolut marktbeherrschenden DSD GmbH werde. Dabei verweist der bvse-Hauptgeschäftsführer auf die Auffassung des Kartellamtes, das in der Vergangenheit darauf gedrungen habe, dass die Entsorgungswirtschaft aus dem Eigentümerkreis und den Aufsichtsgremien der damaligen DSD AG ausscheiden musste. |
Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Bonn
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