| 22.06.2006 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Am 20.06.2006 hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) den Umweltpreis 2006 in der Kategorie „Kreislaufwirtschaft, Recycling und Abfallmanagement“ an die Volkswagen AG (www.volkswagen.de) in Wolfsburg und die SiCon GmbH (www.sicontechnology.com) in Hilchenbach verliehen. BDI-Präsident Thumann übergab den Preis am Tag der deutschen Industrie 2006 an die beiden Preisträger Dr. Bernd Pischetsrieder, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und Heiner Guschall, Geschäftsführer der SiCon GmbH. Ausgezeichnet wurde das von SiCon 1996 initiierte und seit 1999 zusammen mit der Volkswagen AG vor dem Hintergrund der EU-Altfahrzeugrichtlinie entwickelte VW-SiCon-Verfahren zur Aufbereitung von Shredderrückständen aus der Altfahrzeug- und Mischschrottverwertung. Mit diesem Preis wird die Leistung honoriert, die dieses innovative zukunftsorientierte Verfahren zur Rückstandsaufbereitung liefert, weil mit ihm schon heute der Altfahrzeugkreislauf über den Demontagebetrieb, den Shredder und die Aufbereitung der bisher noch weitgehend deponierten Shredderrückstände geschlossen werden kann. Die Technische Anleitung Siedlungsabfall (TASi) und die EU-Altfahrzeugrichtlinie bzw. das AltfahrzeugV § 5 zwingen die Wirtschaftsbeteiligten, neue Wege in der Aufbereitung zu beschreiten. Mit dem VW-SiCon-Verfahren können nachweislich 95 Gewichtsprozente eines Fahrzeugs nachhaltig verwertet werden. Dazu zerlegt man die Rückstände in verwertbare Fraktionen, veredelt diese zu Sekundärrohstoffen, die dann in industriellen Prozessen Primärrohstoffe substituieren. Jürgen R. Thumann, Präsident des BDI betonte in seiner Laudatio, dass es mit diesem Verfahren der mechanischen Aufbereitung von Shredderrückständen erstmals gelungen ist, den Stoffkreislauf im Sinne einer nachhaltigen an wirtschaftlichen Erfordernissen und gesetzlichen Vorgaben orientierten Problemlösung zu schließen. Ein lästiger Abfall wird zu einem Rohstoff-Reservoir, mit dem der Weg in die Stoffstromwirtschaft erfolgreich beschritten wird. Die europaweite Umsetzung dieser Technologie hat nach Angaben der Preisträger begonnen. Insgesamt sind 7 Anlagen in Europa in Planung oder in der Umsetzungsphase; darunter auch eine Anlage in Deutschland. Die Demonstrationsanlage an der dieses Verfahren seit sechs Jahren zur Marktreife entwickelt wurde, steht auf dem Gelände der Firma Belgian Scrap Terminal (BST) in Kallo, Belgien. Die Eigeninitiative der Wirtschaft in Form einer engen Partnerschaft zwischen Shredderbetreiber, Ingenieurunternehmen und Automobilindustrie hat zu einem praxistauglichen Ergebnis geführt. Die Marktchancen für das VW-SiCon-Verfahren werden daher gerade bei den immer noch steigenden Rohstoffpreisen weltweit als hoch eingeschätzt. In insgesamt 6 Patenten sind die Schutzrechte für dieses Verfahren gesichert. Am 2. Juni 2006 hatte die EU-Kommission mit der Vergabe des Umweltpreises 2006 in der Kategorie „Umweltfreundliche Prozesse und Verfahren“ das VW-SiCon-Verfahren bereits entsprechend gewürdigt. |
Volkswagen AG + SiCon GmbH, Wolfsburg + Hilchenbach bei Siegen
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