| 09.08.2016, 14:39 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) investiert an der Seite des von ihr beratenen DBAG Fund VI in die Frimo Group GmbH (Frimo). Die Unternehmensgruppe zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Werkzeugen und Anlagen zur Fertigung hochwertiger Kunststoffkomponenten vor allem für den Autoinnenraum. DBAG und DBAG Fund VI werden Frimo im Rahmen eines Management-Buy-outs (MBO) mehrheitlich übernehmen. Über den Kaufpreis haben die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart. Die DBAG wird den Angaben nach für ihren Anteil bis zu 15 Millionen Euro aus ihrer Bilanz investieren. Die übrigen Anteile entfallen demnach auf den DBAG Fund VI und das Management des Unternehmens, darunter auch die beiden jetzigen geschäftsführenden Gesellschafter Hans-Günter Bayer und Rainer Wittkorn. Sie beteiligen sich mit zusammen 20 Prozent wieder an Frimo. Der Kaufvertrag steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden; der Vollzug des Vertrags ist bis Ende September vorgesehen. Frimo entwickelt und produziert Werkzeuge und Anlagen, mit denen Kunststoffbauteile für unterschiedliche Anwendungen hergestellt werden können. Zu den Kunden gehören überwiegend Automobilzulieferer, aber auch Automobilhersteller direkt. Frimo liefert dabei Werkzeuge, Einzelanlagen oder automatisierte Fertigungslinien. Das Unternehmen ist Komplettanbieter: Geliefert werden Werkzeuge und Anlagen, die für den gesamten Herstellungsprozess der gewünschten Endprodukte nötig sind. Weil für nahezu jedes neue Automodell die Technologien zur Herstellung von Armaturenbrettern, Türverkleidungen oder zum Beispiel Armlehnen erneuert oder zumindest angepasst werden müssen, wird das Geschäft des Unternehmens nicht von der Zahl der produzierten Fahrzeuge, sondern wesentlich von der Zahl neuer Automodelle und der Fertigungsstandorte bestimmt, an denen diese Modelle produziert werden. 85 Prozent der mit Frimo-Werkzeugen und -Anlagen produzierten Kunststoffteile sind für die Automobilindustrie bestimmt; andere Abnehmerbranchen sind zum Beispiel die Luftfahrt- und die chemische Industrie. Das Unternehmen profitiert vom Trend zur hochwertigen und individuellen Gestaltung der Fahrzeuginnenräume, mit denen sich die Automobilhersteller differenzieren. Frimo hat eine mehr als 50-jährige Unternehmensgeschichte. Vor rund 25 Jahren startete es seine Internationalisierung mit Standorten in Ungarn, den USA und später auch in China. Nach etlichen Unternehmenszukäufen beschäftigt Frimo heute 1.400 Mitarbeiter, 400 davon am Unternehmenssitz in Lotte (Nordrhein-Westfalen) und rund 470 an vier weiteren deutschen Standorten. Im Jahr 2015 erzielte Frimo 207 Millionen Euro Umsatz. Vor allem in Europa und Nordamerika hat das Unternehmen eine starke Marktstellung. Dabei kommen ihm seine globale Präsenz, eine breite Produktpalette entsprechend der Prozesskette der Kunden und seine Technologiekompetenz zugute. Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung des Unternehmens in den kommenden Jahren sind neben der weiteren regionalen Expansion, insbesondere in China, in den USA und in Mexiko, der Ausbau des Service- und Ersatzteilgeschäfts sowie der Zukauf ergänzender Technologien und Applikationen. "Wir investieren in ein viel versprechendes Unternehmen mit Entwicklungspotenzial, das als Lieferant von Werkzeugen und Anlagen an die Automobilzulieferindustrie gleich zwei unserer Kernsektoren abdeckt", sagte Torsten Grede, Sprecher des DBAG-Vorstands heute aus Anlass der Vertragsunterzeichnung; "das Unternehmen ist in einem wachsenden Nischenmarkt tätig und wird von seiner guten Technologiebasis profitieren." "Die DBAG hat in der Vergangenheit zahlreiche Maschinen- und Anlagenbauunternehmen erfolgreich begleitet", erinnerte Hans-Günter Bayer, Vorsitzender der Frimo-Geschäftsführung; "wir sind sicher, dass Frimo von der Erfahrung und dem Netzwerk der DBAG profitieren wird." Weitere Informationen: www.dbag.de, www.frimo.com |
Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main + Frimo Group GmbH, Lotte
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