| 14.11.2016, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() In rund drei Stunden Bauzeit fertigt ein Freeformer aus dem Hochtemperatur-Kunststoff PEI eine Kleinserie von 70 Abstandshaltern - (Bilder: Arburg). Funktionsbauteile aus ein oder zwei Komponenten Standardmäßig ist der Freeformer mit zwei Austragseinheiten bestückt. Somit kann er eine zusätzliche Komponente verarbeiten, um z.B. ein Bauteil in verschiedenen Farben, mit spezieller Haptik oder als Hart-Weich-Verbindung zu erzeugen. Alternativ lassen sich Strukturen aus einem wasserlöslichen Stützmaterial aufbauen, um komplexe Bauteilgeometrien zu realisieren. Nach Entfernen der Stützstrukturen in warmem Wasser können die Bauteile z.B. als Designmuster sowie für Funktions- und Montagetests genutzt werden. Der Freeformer eignet sich darüber hinaus in Kombination mit Spritzgießen und Industrie 4.0-Technologien für die kundenspezifische Individualisierung von Großserienteilen. Der Bauraum bietet Platz für Teile, die max. 154 x 134 x 230 Millimeter groß sind. Verarbeitung von Hochtemperatur-Kunststoff Ein großer Vorteil des Arburg Kunststoff-Freiformens (AKF) ist laut Anbieter die Möglichkeit, qualifizierte Standardgranulate verarbeiten zu können, wie sie auch für das Spritzgießen eingesetzt werden. Der Originalwerkstoff wird zunächst im Plastifizierzylinder aufgeschmolzen und auf einen über drei Achsen beweglichen Bauteilträger aufgetragen. So entsteht Schicht für Schicht ein dreidimensionales Bauteil. Mit dem Polyetherimid (PEI) Ultem 9085 verarbeitet der Freeformer erstmals einen Hochtemperatur-Kunststoff. Bemerkenswert sei bei dieser Anwendung die Schichthöhe von nur rund 0,14 Millimetern und damit verbunden die Bauteilqualität. Je 0,09 Gramm wiegende Abstandshalter, die in Allrounder-Spritzgießmaschinen von Arburg verbaut werden, entstehen in einer Kleinserie von 70 Stück. Die Bauzeit beträgt insgesamt rund drei Stunden. Die PEI-Teile bieten gute mechanische Eigenschaften und eignen sich für hohe Dauergebrauchstemperaturen. Sie verfügen über eine hohe spezifische Festigkeit und Steifigkeit sowie elektrische Durchschlagsfestigkeit und sind beständig gegen UV- und Gammastrahlen. Das Material kann für Anwendungen in der Automobilindustrie und Luftfahrt zum Einsatz kommen. Implantat aus resorbierbarem Kunststoff ![]() Exemplarisch produziert ein Freeformer aus einem medizinischen PLA-Granulat ein individuell angepasstes Implantat für Schädelknochen. Vielfältige Einsatzbereiche ![]() Arburg stellt den Freeformer für die industrielle additive Fertigung samt Steuerung am Stammsitz in Loßburg, Nordschwarzwald, her. Ein weiterer denkbarer Einsatzbereich des Freeformers ist, Montagevorrichtungen, Greifer für Automation und andere Betriebsmittel schnell, flexibel und kostengünstig zu produzieren. Bezüglich des Themas Gewichtsreduktion und Leichtbau können beispielsweise bionisch optimierte Bauteile konstruiert und hergestellt werden, ohne fertigungstechnische Zwänge, wie sie beim Spritzgießen gegeben sind, berücksichtigen zu müssen. Weitere Informationen: www.arburg.com formnext 2016, 15.-18. November 2016, Frankfurt, Halle 3.1, Stand F70 |
Arburg GmbH + Co KG, Loßburg
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