| 23.10.2002 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Hans-Artur Bauckhage und Lothar Hackler, Geschäftsführer der first* PET Deutschland GmbH i. Gr., griffen persönlich zum Spaten, um den Baubeginn für die PET-Flaschen-Recyclinganlage in Kaiserslautern zu markieren. Für das neue Werk werden insgesamt fast 16 Millionen Euro investiert und 33 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Förderung des Projektes durch die Europäische Union und das Land Rheinland-Pfalz ist in Mainz beantragt.
first* PET ist als Jointventure der Unternehmensgruppe Freudenberg, Weinheim, und der Rethmann-Gruppe, Selm, zur weltweiten Wiederverwertung von PET-Getränkeflaschen geplant. Mit den bestehenden zwei Werken von Freudenberg in Italien sowie von Rethmann in Taiwan und den Niederlanden und der neuen Produktionsstätte in Kaiserslautern wird das Jointventure rund 200 Mitarbeiter beschäftigen und erwartet einen Umsatz von 65 Millionen Euro. Weltweit werden pro Jahr rund 900.000 Tonnen Flaschen aus dem Kunststoff Polyester wiederverwertet. Der Markt wächst um jährlich 10 Prozent. In Deutschland ist der Einsatz von PET in der Getränkeindustrie in den vergangenen Jahren stark gestiegen, hat aber noch nicht das Niveau der südeuropäischen Länder und der USA erreicht. Mit der neuen Anlage in Kaiserslautern können 20.000 Tonnen Recyclat hergestellt werden. Das Werk wird so angelegt, dass die Produktionskapazitäten problemlos verdoppelt werden können. Die Flaschen für Mineralwasser und Softdrinks werden gesammelt, der Polyesteranteil von anderem Abfall getrennt und zu Ballen von 400 Kilogramm Gewicht gepresst. Die Entsorgungslogistik und das Know-how der Mülltrennung gehören zu den Kernkompetenzen von Rethmann. In den Fabriken des Jointventures werden die Flaschen durch waschen, schreddern, flotieren, sortieren etc. zu sogenannten Flakes (Schuppen) aufgearbeitet oder in einem weiteren Arbeitsgang zu Chips (Granulaten) extrudiert. Auf diese Weise entstehen hochwertige Rohstoffe, die überregional von Freudenberg und anderen Produzenten zu Vliesstoffen verarbeitet werden. Diese sind Rohstoff für Dachbahnen, Innensohlen für Schuhe, Autodachhimmel, Motorraumisolierungen, Filter oder Teppichbodenträger. Durch die Verwendung von recyceltem PET wird auch die Umwelt entlastet. Für die Herstellung von 100 Tonnen Polyester müssen etwa 170 Tonnen fossile Brennstoffe eingesetzt werden, die bei der Wiederverwertung größtenteils eingespart werden. In Kaiserslautern wird die erste deutsche Produktionsstätte des Jointventures errichtet. Das Werk wird voraussichtlich im Januar 2004 in Betrieb genommen. |
first* PET Deutschland GmbH i. Gr., Kaiserslautern
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