| 08.05.2017, 13:40 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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„Im Jahr 2016 erreichte der weltweite Kunststoff-Absatz ein Volumen von über 263 Millionen Tonnen“, berichtet Oliver Kutsch, Geschäftsführer von Ceresana. Das Marktforschungsunternehmen hat erstmals in einer großen Studie den gesamten Weltmarkt für alle kommerziell bedeutenden Kunststoffe untersucht, vom Standardprodukt bis zum technischen Hochleistungsmaterial. Asien-Pazifik ist größter Nachfrager Gemessen an den Verbrauchsmengen und der Preisentwicklung erwartet Ceresana, dass der mit Kunststoffen erzielte Umsatz bis zum Jahr 2024 auf rund 560 Milliarden US-Dollar wachsen wird. Bei den Daten zu Mengen und Umsätzen sind synthetische Kunstfasern, Farben und Lacke, Kleb- und Dichtstoffe nicht enthalten; Kunstharze wie Epoxid-, Phenol-, Melamin-, Harnstoffharze und Silikone werden ebenfalls nicht dazu gezählt. Asien-Pazifik ist mit einem Marktanteil von über 51 Prozent die Region mit der größten Kunststoff-Nachfrage; es folgen Nordamerika, Westeuropa, Osteuropa und Südamerika. Weltweit sind China und die USA die größten Verbraucher von Kunststoffen. Ceresana analysiert in diesem Marktreport die Entwicklung für jeden einzelnen Produkttyp und Anwendungsbereich in den unterschiedlichen Regionen und Ländern. Folien verpacken die Welt Im Jahr 2016 dominierten die Kunststoff-Absatzmärkte flexible Verpackungen, Bauprodukte und starre Verpackungen: Diese drei Bereiche sorgten für rund 65 Prozent der gesamten Kunststoff-Nachfrage. Die wachstumsstärksten Absatzmärkte für Kunststoffe sind hingegen Produkte für Fahrzeuge und der Bereich Elektro und Elektronik, jeweils mit Zuwächsen von mehr als 3 Prozent pro Jahr. Flexible Verpackungen wie Beutel, Säcke, Schrumpf- und Dehnfolien werden vor allem für Lebensmittel eingesetzt, aber auch als Sekundär- und Tertiärverpackungen, zum Beispiel für den Transport. Kunststoff-Folien werden etwa als Einkaufstüte, Müll- oder Versandbeutel sowie große Beutel für Industrie- und Agrarprodukte verwendet. Weltweit wurden im Jahr 2016 rund 60,8 Millionen Tonnen Kunststoffe für flexible Verpackungen eingesetzt. Im Hoch- und Tiefbau werden Kunststoffe vor allem für Folien, Kabel, Rohre, Profile und Abdeckungen, Platten, Befestigungselemente wie Dübel und Schrauben, Verglasungen, Beschichtungen und Membranen gebraucht. Im Jahr 2016 wurden 54,8 Millionen Tonnen Kunststoffe für Bau-Anwendungen eingesetzt. Die Region Asien-Pazifik war dabei mit Abstand der größte Verbraucher. Zum Absatzmarkt starre Verpackungen gehören Behälter wie Dosen, Becher, Schalen, Flaschen, Schachteln sowie Deckel. Kunststoff verdrängt dabei traditionellere Materialien wie Aluminium oder Glas. Um Ressourceneinsatz und Transportkosten weiter zu minimieren, fertigt die Industrie immer leichtere Behälter und setzt vermehrt Kunststoff-Beutel als Alternative ein. Weltweit wurden im vergangenen Jahr rund 54,0 Millionen Tonnen Kunststoffe zu starren Verpackungen verarbeitet. Polypropylen ist Spitzenreiter Die meistverkaufte Kunststoff-Sorte im Jahr 2016 war Polypropylen (PP) mit 23,4 Prozent Marktanteil. Zu den meistgebrauchten Kunststoffen gehören auch HDPE und LLDPE. Die Studie in Kürze Kapitel 1 bietet eine umfassende Darstellung und Analyse des globalen Marktes für Kunststoffe - einschließlich Prognosen bis 2024: Für jede Region wird die Entwicklung von Verbrauch, Umsatz sowie Produktion dargestellt. In Kapitel 2 werden 25 Länder einzeln betrachtet, von Deutschland bis Südafrika. Dargestellt werden der länderspezifische Verbrauch und Produktion je Kunststoff-Typ, sowie Umsatz, Import und Export. Zudem wird der Verbrauch für die einzelnen Anwendungsgebiete analysiert. Kapitel 3 befasst sich mit der detaillierten Untersuchung der Anwendungsgebiete von Kunststoffen: flexible Verpackungen, starre Verpackungen, Bauindustrie, Fahrzeugindustrie, Elektro & Elektronik, Industrie sowie sonstige Anwendungen. In diesem Kapitel wird der Verbrauch je Land in dem jeweiligen Absatzmarkt betrachtet. In Kapitel 4 werden die Kunststoff-Typen im Einzelnen betrachtet: Polyethylen (LDPE), Polyethylen (LLDPE), Polyethylen (HDPE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol (PS), Expandierbares Polystyrol (EPS), Polyethylenterephthalat (PET), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Polyurethan (PUR), und sonstige technische Kunststoffe. Untersucht wird dabei die Verbrauchsentwicklung der einzelnen Kunststoffe je Land. Kapitel 5 bietet Unternehmensprofile der bedeutendsten Hersteller von Kunststoffen, gegliedert nach Kontaktdaten, Umsatz, Gewinn, Produktpalette, Produktionsstätten, Kapazitäten und Kurzprofil. Ausführliche Profile werden von 85 Herstellern geliefert, z.B. BASF SE, Exxon Mobil Corp., The Dow Chemical Company, Total S.A., DuPont (E.I.) De Nemours, Saudi Basic Industries Corp. (SABIC), China National Petroleum Corporation (CNPC), Braskem S.A., LG Chem Ltd. und Sibur Holding PAO. Weitere Informationen: |
Ceresana Research, Konstanz
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