| 16.10.2017, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Anforderungen an die Gehäuse und Abdeckungen von Hörgeräten sind vielfältig. Hoher Tragekomfort, geringes Gewicht, einwandfreie Oberflächenqualität und eine gute Hautverträglichkeit gehören zu den Eigenschaften, die ein entsprechendes Material erfüllen muss. Zudem muss der Werkstoff gegen mechanische und chemische Einwirkungen äußerst beständig sein. Schließlich müssen die hauchdünnen Gehäuse die hochentwickelte, teure Elektronik im Innern über die gesamte Lebenszeit des Gerätes sicher schützen.Aus diesem Grund verwendet der Schweizer Hörgerätespezialist Sonova Grilamid TR von EMS-Grivory. Das amorphe Polymer bietet laut Hersteller eine hohe chemische Beständigkeit gegen Schweiß, Kosmetik und Reinigungsmittel sowie die notwendige Festigkeit und Schlagzähigkeit. Nur mit dieser Eigenschaftskombination sollen die filigranen Gehäusebauteile ihre Schutzfunktion für die sensible Hochleistungselektronik erfüllen können. Sehr kleine Bauteile im Spritzgießverfahren herzustellen, erfordert ein hohes Mass an Präzision. Material, Spritzgiessmaschine und das Werkzeug müssen auf dieses Ziel ausgerichtet sein. Spritzgiessmaschinenhersteller reagieren auf diese Anforderung mit einer Verringerung des Schneckendurchmessers. Die mechanische Stabilität der Schnecke sei dabei durch eine geringere Gangtiefe in der Einzugszone gewährleistet. Werde nun Kunststoffgranulat herkömmlicher Größe verarbeitet, so führe dies oft zu Problemen. Es könne zu Dosierschwankungen und inhomogen aufbereiteter Schmelze kommen. Die Folge sei, dass die Gehäuse und Abdeckungen der Hörhilfen nicht in konstant hoher Qualität produziert werden können. Die Anwendungstechniker von EMS-Grivory führten im Rahmen der Entwicklungsphase zahlreiche Verarbeitungsuntersuchungen durch und optimierten Grilamid TR hinsichtlich Verarbeitbarkeit. Im Mittelpunkt stand dabei der Plastifiziervorgang in der Mikrospritzeinheit. In diesem Zusammenhang wurde auch die Granulatgröße verkleinert. Das Material lasse sich nun problemfrei dosieren und in einer reproduzierbar thermisch sehr homogenen Schmelze aufbereiten. Auf Basis dieser Erkenntnisse hat EMS-Grivory eine Produktionslinie entsprechend umgerüstet und produziert nun das Mikro-Granulat für Sonova auf dieser Spezialanlage. Doch das verkleinerte Grilamid-TR-Granulat soll auch für andere Anwendungsbereiche interessant sein. Besonders in den Branchen Medizintechnik, Biotechnologie und Elektrotechnik findet eine laufende Miniaturisierung der Bauteile statt. Dank seiner amorphen Struktur sollen kleine Bauteile aus Grilamid TR durch die geringe Verarbeitungsschwindung und einem nur geringem Verzug enge Toleranzen aufweisen. Anders als die meisten amorphen Kunststoffe sei Grilamid TR ein Werkstoff mit hervorragender Duktilität. Weitere Informationen: www.ems-group.com, www.emsgrivory.com Fakuma 2017, Friedrichshafen, 17.-21. Oktober 2017, Halle B2, Stand 2113 |
EMS-Chemie Holding AG, Herrliberg, Schweiz
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