| 05.04.2018, 11:10 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Unternehmen des IPV (Industrieverband Papier- und Folienverpackung) befinden sich auf Wachstumskurs, so das Credo der Jahrestagung des IPV in Leipzig. Eine große Herausforderung bleibt es demnach, genügend qualifizierte Fachkräfte zu finden. Die IPV-Veranstaltung Mitte März in Leipzig stand unter dem Motto „Flexible Verpackungen - auch zukünftig eine Erfolgsgeschichte“. Die Fachvorträge befassten sich mit aktuellen Themen von der Zukunft der Energieversorgung bis zum Einsatz effektiver Werkzeuge, um dringend gesuchte Fachkräfte zu gewinnen. Für den Papiermarkt analysierte Arne Kant von Pöyry Management Consulting als erster Gastreferent die Lage und die Aussichten von Papierverpackungen als insgesamt positiv. Die Verpackungen und Servietten aus Papier, ob braun oder weiß, sind demnach weiterhin stark nachgefragt. Als mögliche gesamtwirtschaftliche Risiken zeigte er neben der Kostenproblematik auch die Auswirkungen des Brexits sowie das Thema der Nachwuchsgewinnung auf. Auch steigende Kosten für Rohstoffe, Energie und Frachten stellen die Hersteller vor große Herausforderungen. Bernd Brandt von der Denkstatt GmbH, Wien, demonstrierte anhand von mehreren Untersuchungen in Österreich, dass auch Kunststoffverpackungen nachhaltig sein können und dabei in vielen Fällen einen geringeren CO2-Fußabdruck hinterlassen, als Verpackungen aus anderen Materialien. Der Einsatz von Energie und Ressourcen bei der Herstellung von Verpackungen aus Kunststoff, besonders bei leichten, flexiblen Verpackungen, sei in der Regel deutlich geringer als der bei der Lebensmittelproduktion. Bernd Brandt führte ein Beispiel an, demzufolge der komplette Verzicht von Kunststofftragetaschen während eines Jahres der Kompensation des CO2-Nutzens je Einwohner von 14 Autokilometern entsprechen soll. Maik Grothe, Berater Employer Branding bei Westpresse in Hamm in Westfalen, gab Antworten auf die Frage, wie qualifizierte Mitarbeiter von morgen bereits heute gewonnen werden können. Im Mittelpunkt seines Ansatzes stehen ein glaubwürdiges Arbeitgeberversprechen und ein modernes Employer-Branding. Er unterstrich die Bedeutung, über vorhandene Mitarbeiter neue hinzuzugewinnen. Maik Grothe: „Mitarbeiter sind immer noch die wichtigsten Markenbotschafter“. Ferner wies er darauf hin, dass die Ausbildungs-Web-Seiten bei den Nutzern mobiler Geräte attraktiv und schnell abrufbar sein sollten. Wie die Infrastruktur der Zukunft in Deutschland bei steigenden Frachtmengen aussehen kann, diskutierte Sebastian Lechner vom Landesverband der Bayerischen Transport- und Logistikunternehmen im Rahmen seines Referats mit den versammelten Unternehmern des IPV. Er mahnte an, dass in Deutschland deutlich mehr in den Ausbau und in die Modernisierung der Infrastruktur investiert werden müsse, um einen der Spitzenplätze in der Logistik auch im internationalen Vergleich zu behalten. Auch sehen sich die Transport- und Logistikunternehmer der großen Herausforderung gegenüber, für den wenig populären Beruf des Lkw-Fahrers, genügend Nachwuchskräfte zu rekrutieren. Über den IPV Der IPV (Industrieverband Papier- und Folienverarbeitung e.V.) vertritt die Interessen der Unternehmen für flexible Verpackungen und der Hersteller von Servietten und Tischdecken aus Zellstoff sowie der Zulieferfirmen. Er wurde im Jahr 1949 gegründet und hat seinen Sitz in Frankfurt. Die Unternehmen der Branche stellen Tüten, Beutel, Tragetaschen und Automatenrollen aus Kunststoff, Papier und einer Kombination beider Materialien her. Diese als „flexible Verpackungen“ bezeichneten Produkte passen sich in ihrer Form dem Füllgut an. Die Befüllung von Serviceverpackungen, wie z.B. die der Brötchentüte, erfolgt wiederum erst an der Ladentheke. Flexible Serviceverpackungen, wie Tragetaschen und Beutel, finden in nahezu allen Handelsbereichen Verwendung, wie beispielsweise im Lebensmitteleinzelhandel, in Bäckereien und Metzgereien und im Textilhandel. Weitere Informationen: ipv-verpackung.de |
IPV Industrieverband Papier- und Folienverpackung e.V., Frankfurt am Main
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