| 30.11.2018, 15:37 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die deutsche Kunststoffverpackungsbranche unter dem Dache der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen hat sich ambitionierte Ziele zur stärkeren Kreislaufführung gesetzt. Ziel: 1 Million Tonnen Recyclingmaterial für Kunststoffverpackungen Bis 2025 sollen in Deutschland mindestens eine Million Tonnen Recyclingmaterial oder nachwachsende Rohstoffe zur Produktion von Kunststoffverpackungen eingesetzt werden. Im Umkehrschluss werden damit nach Angaben des Verpackungsverbandes eine Million Tonnen Neuware auf Erdölbasis ersetzt. Um dieses Ziel erreichen zu können, benötigen die Verarbeiter demnach verlässliche Mengen an Recyclingmaterial in ausreichender Qualität. Neben den diesbezüglichen Anstrengungen der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft sei auch der Schulterschluss mit der abfüllenden bzw. verpackenden Industrie eine wesentliche Voraussetzung. "Wenn Handel und Markenartikelhersteller den Einsatz von Rezyklaten und nachwachsenden Rohstoffen deutlich stärker akzeptieren und nachfragen als dies heute der Fall ist, kann die Kunststoffverpackungsindustrie innovative und nachhaltige Verpackungslösungen anbieten", erklärt IK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Bruder. "Hier gilt es vor allem Zielkonflikte zwischen Ökodesign und Marketing aufzulösen." Nach aktuellem Stand setzten die deutschen Hersteller bereits 400.000 Tonnen Rezyklat bei der Produktion von Kunststoffverpackungen ein. Die EU Kommission fordert für 2025 den Einsatz von insgesamt zehn Millionen Tonnen Rezyklat bei der Verpackungsproduktion in Europa. "Mit dem signifikanten Ausbau des eingesetzten Recyclingmaterials von derzeit 400.000 Tonnen auf eine Million Tonnen wollen wir unserer Verantwortung gerecht werden und ein Zeichen dafür setzen, dass Deutschland sich nicht auf den erreichten Meilensteinen in der Kreislaufwirtschaft ausruht, sondern seine Vorreiterrolle in Europa weiter bekräftigen will", so IK-Geschäftsführerin Dr. Isabell Schmidt. Ziel: 90 Prozent Recycling- oder mehrwegfähige Haushaltsverpackungen Bis zum Jahr 2025 sollen mindestens 90 Prozent der Haushaltsverpackungen recycling- oder mehrwegfähig sein. Bereits heute sind laut IK über 75 Prozent der Kunststoffverpackungen recycling- oder mehrwegfähig, bezogen auf die Mengen im Gelben Sack und aus der PET-Getränkeflaschen-Sammlung. "Wir halten die von uns angestrebten 90 Prozent nicht nur für realistisch, sondern auch für ökologisch sinnvoll", erläutert Dr. Schmidt. "Zum einen können wir als Verband keine 100 Prozent-Vorgabe für den Gesamtmarkt machen, in den auch viele verpackte Produkte aus dem Ausland importiert werden. Zum anderen muss man sich bewusst machen, dass sich die notwendigen Anpassungen bei manchen Verpackungen gesamtökologisch sogar negativ auswirken können, da mehr Material gebraucht wird." Ein Beispiel könnten ultra-dünne Folien mit besonders effektiven Barriereschichten zum Schutz sensibler Lebensmittel sein. Verzichte man zu Gunsten der Recyclingfähigkeit auf diese Lösungen, wäre der Einsatz von deutlich mehr Material zum Erreichen derselben Leistungen erforderlich, sofern dies überhaupt möglich sei. "In manchen Bereichen gibt es jedoch noch Potenzial, die Recyclingfähigkeit ohne Beeinträchtigung der Materialeffizienz zu verbessern. Auf diese wollen wir uns konzentrieren," so Dr. Schmidt. Beide Nachhaltigkeitsziele sollen regelmäßig durch unabhängige Dritte auf ihre Erfüllung überprüft werden. Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht Der Status Quo in Sachen Nachhaltigkeit in der Kunststoffverpackungsindustrie mit den entsprechenden Kennzahlen ist im aktuell erschienenen IK-Nachhaltigkeitsbericht 2018 festgehalten. Der Bericht steht hier zum Download zur Verfügung. Weitere Informationen: kunststoffverpackungen.de |
IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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