| 08.03.2019, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Lösungen zur Herstellung faserverstärkter Kunststoffbauteile zeigt KraussMaffei auf der JEC World 2019. Im Mittelpunkt stehen neue Verfahren auf Basis duro- und thermoplastischer Matrixmaterialien.Großes Interesse bemerkt Krauss Maffei derzeit am Nasspress-Verfahren (Wetmolding), eine nach eigenen Angaben wirtschaftliche Alternative zur Fertigung von Leichtbauelementen. In Paris präsentiert der Anbieter dafür eine automatisierte Turnkey-Lösung. „Mit ihr lassen sich die Zykluszeiten im Vergleich zu manuellen Lösungen halbieren. Gleichzeitig erhöht sich die Prozesssicherheit“, erklärt Philipp Zimmermann, Leiter der Abteilung Composites/Surfaces. Das Nasspress-Verfahren zeichne sich durch eine einfache Prozesskette aus. Niedrige Werkzeuginnendrücke bei der Benetzung der Fasern und der Wegfall des gesamten Preforming-Prozesses halten die Investitions- und Unterhaltskosten niedrig. Zudem erlaube das Verfahren den Einsatz von Recyclingmaterialien. Weiteres Highlight am Messestand ist die Präsentation der Pultrusionsanlage iPul. Mit der Komplettanlage für das kontinuierliche Strangziehen sollen sich die Produktionsgeschwindigkeiten im Vergleich zu üblichen Wannenverfahren mehr als verdoppeln lassen. „Das Interesse ist weiterhin ungebrochen, insbesondere für Anwendungen in der Bauindustrie oder in Windkraftanlagen. Auch Anfragen aus dem Automotive-Bereich erreichen uns zunehmend“, so Zimmermann. Am Beispiel einer Seitenabdeckung für ein Nutzfahrzeug demonstriert Krauss Maffei auf der Fachmesse das LFI-Verfahren (Long-Fiber-Injection). Es erlaubt den Einsatz hoher Faservolumen von bis zu 50 Prozent. Dadurch lassen sich Bauteile mit hoher Bauteilstabilität bei gleichzeitig niedrigem Gewicht realisieren, so der Anbieter. Der Kunststoff-Experte führt überdies einen neu entwickelten Düsenwechselbaustein für den SCS-Mischkopf im Messegepäck. Sein Vorteil: Flachstrahl- und luftunterstützende Rundstrahldüsen, die man zum Besprühen unterschiedlicher Bereiche des Bauteils benötigt, können an ein und demselben Mischkopf installiert und im Wechsel eingesetzt werden. Das Fiberform-Verfahren habe sich in der großserientauglichen Fertigung etabliert, heißt es weiter. Es bezeichnet das Thermoformen und Hinterspritzen von Organoblechen, also plattenförmigen Halbzeugen mit Endlosfasern aus Glas, Carbon oder Aramid, die in eine thermoplastische Matrix, etwa aus Polyamid (PA) oder Polypropylen (PP) eingebettet sind. Kurze Zykluszeiten von unter 60 Sekunden und damit großserientaugliche Prozesse sind möglich. Derzeit wird der Einsatz neuer Matrixmaterialien und Naturfasern in den Organoblechen erprobt. Weitere Informationen: www.kraussmaffei.com JEC World 2019, 12.-14. März 2019, Paris, Frankreich |
KraussMaffei Technologies GmbH, München
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