| 16.04.2019, 10:21 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
![]() ![]() Die Temperaturverteilung auf dem Werkzeugkern aus dem anfangs geplanten handelsüblichen Formstahl (links), sowie mit den Kerneinsätzen aus CuBE B2 (Mitte) und Moldmax HH (rechts) - (Bild: Sigma Engineering). In einem Fallbeispiel für eine Automotive-Anwendung wurde das Werkzeug zunächst mit einem handelsüblichen Formstahl geplant. Um teure Überarbeitungen des Werkzeugs zu vermeiden, wurde die gesamte Konfiguration - inklusive aller Werkzeugkomponenten und ihrer entsprechenden Legierungen - in Sigmasoft aufgesetzt. Die Simulation funktioniert wie eine virtuelle Spritzgussmaschine und berechnet eine Aufheizphase sowie mehrere Spritzgießzyklen, um einen thermisch stabilen Zustand zu erreichen. Die Analyse des thermisch eingeschwungenen Werkzeugs offenbarte Hot Spots in einigen Werkzeugkernen (siehe Bild, links), an denen die Temperatur bis zu 30° C höher war als im Rest der Kavität. Um eine gleichmäßigere Verteilung zu erreichen, wurden verschiedene mögliche Lösungen mit Sigmasoft Virtual Molding simuliert und ausgewertet. Aufgrund des Gesamtkonzepts für das Werkzeug war die bevorzugte Lösung, den verwendeten Formstahl gegen eine hochleitfähige Legierung auszutauschen, anstatt zusätzliche Kühlkanäle einzusetzen. Hierfür wurden virtuelle Versuche mit Werkzeugeinsätzen aus CuBe B2 und Moldmax HH durchgeführt. So wie in der ersten Analyse wurden auch diese Versuche mit einer Heizphase und mehreren Einspritzphasen berechnet, um einen thermisch eingeschwungenen Zustand zu erreichen. Zum Schluss wurde die Temperaturverteilung an den Kernen mit allen drei Materialien verglichen. Beide hochleitfähige Legierungen zeigen eine signifikant verbesserte und gleichmäßigere Temperaturverteilung (siehe Bild, Mitte und rechts). Da sich die erreichten Temperaturen von beiden Alternativen in demselben Bereich bewegen, stellen beide eine zufriedenstellende Lösung dar, um die Hot Spots zu vermeiden. Aufgrund der Simulationsergebnisse konnte das Werkzeug sofort mit hochleitfähigen Kernen gebaut werden und bildete damit die Grundlage für einen stabilen Prozess. Sigmasoft soll es seinen Anwendern ermöglichen, auf einfache Weise ihre geplante Werkzeugkonfiguration zu analysieren und zu bewerten, noch bevor das Werkzeug gebaut wird. Mit Hilfe der Software identifizieren die Nutzer thermisch kritische Bereiche und überprüfen verschiedene Lösungsansätze, um das Werkzeug zu verbessern und den Spritzgussprozess stabiler zu machen. Auf diese Weise sollen sich Kosten einsparen und Überarbeitungen am Werkzeug zwischen den Maschinenversuchen vermeiden lassen. Weitere Informationen: www.sigmasoft.de Moulding Expo 2019, 21.-24. Mai 2019, Stuttgart, Halle 7, Stand E15 |
Sigma Engineering GmbH, Aachen
» insgesamt 58 News über "Sigma Engineering" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Mocom: Dirk Sadowski übernimmt CEO-Position
Moretto: Neue Systeme für Materialförderung, Trocknung und Prozessüberwachung
Arburg: Mikro-Spritzgießen filigraner 0,002-Gramm-Bauteile
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Albis: Fokus auf Materialauswahl, Regulierung und PFAS-freie Werkstoffoptionen
Meist gelesen, 10 Tage
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
Krallmann: Übernahme der insolventen KLT Hummel Plastic
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Arburg: Mikro-Spritzgießen filigraner 0,002-Gramm-Bauteile
Lotte Chemical: Übernahme der Engro Polymer & Chemicals
Krall Kunststoff-Recycling: Louis Krall ist weiterer Geschäftsführer
Meist gelesen, 30 Tage
Billion: Strategische Partnerschaft mit Engel – Fokus künftig auf Service statt Neumaschinengeschäft
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
KraussMaffei Extrusion: Xinting Ren übernimmt Geschäftsführung
Krallmann: Übernahme der insolventen KLT Hummel Plastic
WIS Kunststoffe: Daniel Römhild ist neuer Geschäftsführer – Feier zum 35-jährigen Bestehen
Schütz: Mehrheitsbeteiligung an Repack erweitert Rekonditionierungsnetzwerk in Italien
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Haitian: Produktionsstandort in Serbien stärkt Fertigung für Europa und die MEA-Region
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|