| 27.07.2007 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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In Thailand zeichnet sich ein wachsender Bedarf an technischen Kunststoffen (engineering plastics) und Kunstfasern ab. Insbesondere der expandierende Automobilbau sowie die Elektronik und Elektrotechnik benötigen verstärkt derartige Kunststoffe; die exportorientierte Textil- und Bekleidungsindustrie braucht hingegen vermehrt hochwertige Chemiefasern. In den nächsten zwei bis drei Jahren sollen vor allem die Kapazitäten für Ethylen, Propylen und Polyethylen erweitert werden. So beabsichtigt unter anderem die Thai Olefins Plc. (TOC), neue Ethylen- und Propylenanlagen zu errichten. TOC stellt derzeit jährlich 385.000 t Ethylen und 190.000 t Propylen her und ist dabei, die Ethylenerzeugung deutlich zu erhöhen. Modernisierungs- und Erweiterungsinvestitionen in ihre HDPE-Produktionsstätte hat bereits die Firma PTT Chemical Pcl. getätigt. Sie verfügt nunmehr über eine Anlage mit einer Leistung von 250.000 jato. Gegenwärtig gibt es in Thailand drei HDPE-Hersteller: Bangkok Polyethylene (Kapazität: 250.000 jato), Thai Polyethylene (520.000 jato) und TPI Group (152.000 jato). Marktbeobachter rechnen in den kommenden zwei bis drei Jahren mit einer merklichen Ausweitung der Produktion von Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyester, Polystyrol (PS) sowie Acrylnitril/Butadien/Styrol (ABS). Diese Erzeugnisse sind wichtige Roh- beziehungsweise Ausgangsmaterialien für den Automobilbau, die Elektronik, die Modebranche, den Tourismus und die Nahrungsmittelindustrie (Verpackungen), alles Industriezweige, deren Entwicklung die Regierung zukünftig besonders fördern will. Um den wachsenden Bedarf dieser Branchen an den entsprechenden chemischen Vorprodukten sicherzustellen, ist jedoch zugleich eine deutliche Anhebung ihrer Qualität erforderlich. Die thailändische Chemie ist daher auch am Bezug modernster Technologien zur Herstellung von hochwertigen petrochemischen Erzeugnissen stark interessiert. Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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