| 08.09.2020, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der französische Automobilzulieferer und Kunststoffverarbeiter Delfingen übernimmt die europäischen und nordafrikanischen Aktiva des insolventen deutschen Branchenunternehmens Schlemmer. Darüber informierten die Franzosen zu Monatsbeginn in einer Pressemitteilung. Demnach umfasst der Deal fünf Produktionsstandorte von Schlemmer in Deutschland, Rumänien, Russland, Marokko und Tunesien mit insgesamt rund 1.000 Mitarbeitern. Zusammen erwirtschaften diese Schlemmer-Standorte laut Delfingen einen Jahresumsatz von etwa 100 Mio. Euro. Die in Aschheim bei München ansässige Schlemmer-Gruppe entwickelt und produziert vor allem Kabelschutzschläuche und andere Komponenten für den Automobilbau. Verarbeitet werden dabei u.a. im Spritzguss- und Extrusionsverfahren Kunststoffe wie PEEK, PFA, PPS, ETFE und PPA. Das Insolvenzverfahren über Schlemmer wurde am 1. März dieses Jahres eröffnet. Die Aktiva der Gruppe in Asien hatte bereits Juli die chinesische Fengmai-Ningbo Huaxiang Group übernommen. Delfingen baut laut Pressemitteilung mit der Übernahme der Schlemmer-Aktiva ihren Marktanteil in Europa weiter aus und rückt dabei näher an Automobilhersteller und -zulieferer in Deutschland heran. Zudem stärkt das Unternehmen die Kapazitäten im Bereich Forschung und Entwicklung für den sich abzeichnenden Übergang zu Hybrid- und Elektroantrieben im Automotive-Sektor. Die Delfingen-Gruppe hat ihre Zentrale im ostfranzösischen Anteuil und verfügte bislang über 26 Produktionsstandorte in 20 Ländern mit insgesamt etwa 3.000 Beschäftigten. Im Geschäftsjahr 2019 setzte Delfingen rund 230 Mio. Euro um. Weitere Informationen: delfingen.com, www.schlemmer.com |
Schlemmer Holding GmbH, Aschheim
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