| 11.02.2021, 12:12 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() Doppstadt hat für das Recycling von Tonerkartuschen ein effektives Aufbereitungskonzept entwickelt – (Bilder: Doppstadt Gruppe). Druckertoner dürfen bekanntlich nicht im normalen Restmüll entsorgt werden. Der darin enthaltene Feinstaub ist nicht nur gesundheitsschädlich, sondern neigt zur Entzündung beim Zerkleinern. „Bisher gab es keinen vollständigen Wertstoffkreislauf für dieses Material“, erklärt Leonhard Boscheinen, Projektentwickler bei Doppstadt. „Es werden zwar durch die Hersteller und separate Aufbereiter leere Kartuschen wieder befüllt, schadhafte und veraltete Kartuschen sind hiervon jedoch ausgenommen.“ Letztendlich verbleibe nur die thermische Verwertung, welche in Deutschland explizit nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz ausgeschlossen sei, oder der Export. „Dadurch entstehen unnötige Kosten und es gehen wertvolle Rohstoffe verloren. Allein der Metallanteil einer Kartusche liegt bei 50 Prozent. Zudem sind die verwendeten Kunststoffe, überwiegend Polystyrole, am Markt ebenfalls sehr gefragt“, erläutert Boscheinen weiter. ![]() Tonerkartusche nach dem Tempern: Beim patentierten Doppstadt-Verfahren werden die Tonerkartuschen in einem Ofen behandelt, der den Feinstaub einschmilzt. Der geschmolzene Toner ist nun nicht mehr explosiv. Die Doppstadt Systemtechnik GmbH hat unter der Leitung Boscheinens für diese Herausforderung ein effektives Aufbereitungskonzept entwickelt: Anstatt die teils krebserregenden Stäube in einer speziellen Entstaubungsanlage zu entnehmen, werden die Kartuschen in einem Ofen erhitzt, so dass der Feinstaub einschmilzt. Der geschmolzene Toner ist nun nicht mehr explosiv. „Diese thermische Vorbehandlung ersetzt eine aufwendige Ex-Zonen-Einteilung und eine Entstaubungsanlage“, sagt Boscheinen. Sowohl das Tempern als auch der dadurch veränderte Toner seien durch Patente der Doppstadt Gruppe geschützt. Sichere Prozesse Nach dem Tempern kann ein Shredder in Kombination mit moderner Separationstechnik die Aufbereitung übernehmen. Ziele hierbei sind die Rückgewinnung der Metalle und die Konditionierung der Kunststoffe für die Weiterveredelung. Ein Gutachten der unabhängigen Beratungsgesellschaft Inburex Consulting bestätigt den weiteren Angaben zufolge, dass die Staubemissionen, die während der patentierten Aufbereitung entstehen, unbedenklich seien. „Demzufolge geht von den recycelten Tonerkartuschen nachweislich keine Explosionsgefahr mehr aus“, sagt Boscheinen. Darüber hinaus untersucht und testet Doppstadt momentan die Sortierung von Kunststoffarten, um diese dem stofflichen Recycling zuzuführen – dies gilt auch für den agglomerierten Toner. Beispielsweise ließe sich aus den gewonnenen Regranulaten wieder eine neue Tonerkartusche herstellen. Über Doppstadt Das Familienunternehmen Doppstadt mit Sitz in Velbert wurde 1965 gegründet. Lagen die Anfänge in der Entwicklung von Landmaschinen, versteht sich Doppstadt heute als ein weltweit tätiger Lösungs- und Full-Service-Anbieter in allen Bereichen der Recycling-/Umwelttechnologie und Wertstoffgewinnung. Weitere Informationen: www.doppstadt.com |
Doppstadt Umwelttechnik GmbH, Velbert
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